Themen:
Inspiration, Überlegtes, Reflexion, laut gedachtes, …

Es gab bis vor nicht soooo langer Zeit eine Person in meinem Leben, die hat mich fertig gemacht. Nicht im Sinne von Mobbing, sondern mich in meinem Kopf. 80% meiner negativen Gedanken hatten mit ihr zu tun. Am schlimmsten war es ausgerechnet beim Joggen, dabei kann ich da normalerweise am besten abschalten. Es passt nicht ganz, ich kann aber die Gelegenheit nicht verstreichen lassen, einen meiner Lieblingssprüche anzubringen: Wenn dir am Morgen ein Arschloch begegnet, dann ist dir eben ein Arschloch begegnet. Wenn dir am Tag viele Arschlöcher begegnen, bist du selber eins“ (sagt Raylan Givens in „Justified“, zitiert von Tim Ferris in Tools of Titans). Was ich damit sagen möchte: An der misslichen Situation ist nicht alleine die andere Person schuld (wobei sie das einzige Arschloch in meinem Leben ist, ich habe also Hoffnung für mich). Meinem Umfeld blieb meine Aversion nicht verborgen und ich musste immer wier erklären,…

Oh, wie herrlich die Sonne diese Woche scheint! Es kann also losgehen, mit Kaffee & Kuchen auf dem Balkon. Und mit in-der-Sonne-Lesen – auf Spazieren gehen hat ja langsam keiner mehr Lust… Hier ein paar meiner Empfehlungen, ich freue mich auf eure! PHÄNOMENE: The Tipping Point von Malcom Gladwell Warum (und wie) zum Beispiel konnten Birkenstocks auf einmal so hip werden, dass sie auf einmal Birkis heißen, mit denen man nicht nur zum Kindi und auf den Spieli geht, sondern sogar arbeiten? Nachdem sie jahr(zehnt)elang dieses angestaubte Gesund-Image hatten, das per se kein gutes Attribut ist, wenn man ein Fashion-Item sein will. Das Beispiel wird im Buch nicht beschrieben, aber nach der Lektüre kann man es sich sehr gut vorstellen. Sehr spannend war das Beispiel, wie New York es in den Achzigerjahren geschafft hat, mit einer Sauberkeitskampagne das Gewaltproblem in den Griff zu bekommen. Genau, das eine hat auf den…

Es wird wieder ein Situationsbericht. Oder nennen wir es Gegenwartsreflektion. Auf jeden Fall bin ich gespannt zu hören, ob es auch eure Wirklichkeit in diesen Wochen trifft. Eigentlich wollte ich den Eintrag schon vor 10 Tagen geschrieben und veröffentlicht haben. Hätte ich besser mal, ich wollte nämlich das eingeschränkt-akzeptable new normal beschreiben – aber dann begann die Fallzahlenexplosion und schon ist es wieder anders. https://g.co/kgs/XgUKVA Was mich am meisten erstaunt: wir reden immer noch so unglaublich viel über Corona! Dabei gibt es nicht viel Neues. Kein Impfstoff, Herdenimmunität ist vom Tisch, Kinder sind keine Superspreader und Maksen tragen wir auch schon seit einem halben Jahr. Im Sommer habe ich mich unglaublich gefreut, wenn bei einem Treffen nicht über das C-Thema gesprochen wurde. Mein Firefox-Newsstream ist ohne / mit wenig Corona ausgekommen – es gibt (gab?) endlich wieder andere Themen! Nichtsdestotrotz: Corona beherrscht unseren Alltag, unser Denken und unser Handeln. Die…

Am Wochenende hatte ich meine Kontakte per WhatsApp-Status nach ihren Corona-Bullshit-Bingo-Begriffen gefragt. Das ist die Liste: ToilettenpapierHomeofficetippsnur ne GrippeDesinfektionsmittelMaskeTelko / Viko / seht-ihr-meinen-Bildschirm /…

„Machen die Enten auch beim Social Distancing mit?!“ habe ich mich heute Morgen kurz gefragt, als ich mich noch nicht ganz vom Entenattackenschrek erholt hatte. Ich war im Schlossgarten laufen, wie immer. Über die Zeit habe ich gelernt, dass die Enten dort so an Menschen gewöhnt sind, dass es ihnen völlig egal ist in welchem Abstand man an ihnen vorbei läuft. Oder auch zwischen ihnen durch, denn sie drapieren sich zum Ruhen auch gerne mitten auf dem Weg. Da hebt dann mal eine den Kopf und keine rührt sich. Anders heute morgen. Da war ich tatsächlich nur knapp 1,5 Meter von den Enten links entfernt und dann kam es eben: Kopf und Hals drohend vorgestreckt, die Flügel zur Maximalspannweite (beeindruckend!) ausgebreitet und ordentlich zeternd kam eine Ente auf mich zugelaufen. Huch! Glücklicherweise war ich ja direkt wieder an ihnen vorbei. Die Erklärung für dieses Verhalten ist natürlich denkbar simpel und…

Das wird auch für mich spannend, denn ich habe schon lange nicht mehr auf meine „Vorsätze“-Liste geschaut, die ich wohlweislich direkt nach der Meditation geschrieben habe. Neue Gewohnheiten benötigen angeblich 42 Tage, bis sie wirklich etabliert sind. Nach 65 Tagen ist die Antwort „kann ich noch nicht sagen, ob das nachhaltig war“ folglich unzulässig. Also, Butter bei die Fische, los gehts mit der Liste: Morgenroutine: Rückenübungen und 20 min Meditation Äääähh, ja, … also, das hab ich ein paar Mal gemacht. Die Meditation zumindest. Toll, wie einfach man es 20 Minuten im Schneidersitzt aushält! Aber ich bin längst wieder im wer-früher-zur-Arbeit-geht,-kann-früher-nach-Hause-Modus. Kurze Vor-dem-Schlafen-Meditation: Wie lief der Tag? Bin ich cravings and aversions erlegen? Wo habe ich mit der gebotenen Gelassenheit reagiert? Was für ein guter Vorsatz! Schade, dass ich ihn SOFORT vergessen habe. Ich sollte noch mal einen Versuch starten. Weniger (auch indirekt) jammern und nur reden, wenn ich auch…

Da wurde es auf dem Blog auf einmal stiller als gedacht. Für länger als gedacht. Das liegt nicht daran, dass nichts berichtenswertes passiert wäre. Im Gegenteil! Der Juli hatte es in sich. Mit Nachmietersuche, dem Nowhere-Festival und dem Abschied von Doro war ja an sich – geplant – schon genug los. Und dann… Dann kam die große Überraschung gleich zu Beginn des Monats. Wir – das heißt: die Firma – wurden verkauft. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet, schließlich lässt das Top-Management des Mutterkonzerns keine Gelegenheit aus zu erwähnen, wie sehr das Wohl des einzelnen Mitarbeiters ihnen am Herzen liegt. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage war ich gedanklich auf Veränderungen vorbereitet, aber nicht auf diese. Und es stürzten für mich in wenigen Minuten mehrere Welten ein. Innerhalb von vier Arbeitstagen musste ich mich dann zwischen zwei Unternehmen mit ziemlich unklaren Jobbeschreibungen entscheiden. Das bedeutete auf der einen Seite viele Abschiede, auf…

Einer meiner Bergfreunde sagte am vergangenen Wochenende, während wir auf der Sonnenterrasse einer Alpenhütte saßen und genüsslich den in Vanillesoße schwimmenden, hausgemachten Apfelstrudel löffelten:…

„Oh, eure Wohnung ist ja … wirklich … SCHÖN!!“, haben wir schon öfter als einmal gehört, wenn Freunde oder Bekannte zum ersten Mal unsere…

Fällt dir etwas ein? Ich rühme mich ja gerne für meine Veränderungsfreude, Lernbereitschaft und die hohe Aktivitätenfrequenz. Und kam ins Stocken, als ich auf einem Blog den Aufruf „Jeden Tag etwas Neues ausprobieren“ las. Mir fiel nämlich nicht viel „neues“ ein (mit Außmaßen wie einem minimal veränderten Arbeitsweg wollte ich nicht anfangen). Die Einzigen, die viel von ersten Malen erzählen, sind Freunde mit mit kleinen Kindern („Heute hat er seine ersten Schritte gemacht!“). Im Laufe des Lebens wird es mit wachsendem Erfahrungsschatz natürlich schwieriger. Andererseits sind die Möglichkeiten mannigfaltig, da muss doch noch was gehen?! Jeden Tag etwas Neues machen!? Mir jetzt Aufgaben für jeden Tag zu stellen fand ich etwas übertrieben, aber in diesem Jahr 10 bewusste erste Male zu erleben – das fand mein Ehrgeiz spontan gut. Mir selbst etwas ausdenken? Langweilig. Habe lieber ein paar Freunde um Vorschläge für mich gebeten. Allein das war es wert! „30…