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Inspiration, Überlegtes, Reflexion, laut gedachtes, …

Ich unterbreche die Corona-Lernreise für Unternehmen für eine wichtige Nachricht: Plötzlich ist schon wieder (fast) Weihnachten! In diesem (Plastik-)Müll-Jahr durch all die Masken, Essen-To-Go-Boxen etc. liegt es mir noch ein bisschen mehr am Herzen, dass nicht nur sinnvoll-schönes verschenkt wird, sondern auch (halbwegs) nachhaltig. Und wenn ihr jetzt vielleicht noch an die kleinen Läden denkt, statt alles bei einem Onlinehändler zu bestellen – das wäre toll! Ich habe ein paar Ideen zusammengestellt und freue mich auf weitere Tipps von euch! Rubberman: die weltbeste Handyhalterung für Fahrrad / Kinderwagen / … von https://www.rubberman.info/ Auch für Mountainbiker geeignet. Beweis? Lisa hat während des Alpencross beim Radtragen das Handy NICHT aus der Halterung genommen. Auch nicht beim Downhill. Und das Handy sitzt nicht nur Bombe, die Halterung ist außerdem in Hamburg aus alten Traktorschläuchen gefertigt. Und ihr bekommt es als kleinen Brief mit handgeschriebener Adresse = gut für alle. Bitte nicht bei Amazon…

Am Wochenende hatte ich meine Kontakte per WhatsApp-Status nach ihren Corona-Bullshit-Bingo-Begriffen gefragt. Das ist die Liste: ToilettenpapierHomeofficetippsnur ne GrippeDesinfektionsmittelMaskeTelko / Viko / seht-ihr-meinen-Bildschirm / könnt-ihr-mich-hören / schlechte-VerbindungDie neue Normalität / The new normal#wirbleibenzuhausesocial distancingRKIReproduktionsrateChinaTrumpHelden des Alltags „aufgrund der aktuellen Situation“ Jupp, die kommen tatsächlich alle häufig vor und man kann sie kaum noch hören. Außer Helden des Alltags, da bin ich von Deutschland enttäuscht. Meine sind übrigens all die jungen Familien, die seit Monaten ihre Vollzeitjobs & rund-um-die-Uhr-Kinderbetreuung ZU HAUSE ohne Großeltern meistern. Kindergärten und Kitas müssen wieder aufmachen dürfen! Und die – natürlich nicht vollständige und repräsentative – Liste zeigt: Die erste Panik-Phase ist vorbei, über den Lockdown sind wir gedanklich schon fast hinweg. Dabei geht es ja gerade erst los mit den Lockerungen in Bezug auf Kontakte (es dürfen sich zwei Haushalte treffen), und der Wiedereröffnung von Restaurants, Läden und Schulen. Das zeigt wieder, wie schnell man sich an…

„Spannende Zeiten – große Herausforderungen“ war im Team zu Start-Up Zeiten ein geflügeltes Wort. Natürlich verknüpft mit Action und durchaus auch mit Aktionismus. Und jetzt? Ist es auch spannend. Zu Hause sitzend. Ich weiß definitiv nicht am Besten, was wir jetzt tun sollten. Ich bin aber höchstgradig fasziniert davon, wie schnell sich das Gefühl für Realität ändert. Deshalb – und vor allem, weil wir es bald schon nicht mehr nachvollziehen können werden, egal wie es ausgeht – eine persönliche Corona-Historie. Bis heute. Der Tag, an dem die EM um ein Jahr verschoben wird und kein Aufschrei erfolgt. Vor zwei oder drei Wochen wäre das noch undenkbar gewesen. Das erste Drittel des Jahres habe ich mit Lernen und Erledigungen für unterschiedliche Kurse und Fortbildungen zu Hause verbracht. Und mich auf Skitouren im März und vielleicht April gefreut. Und dann Fernradtouren geplant. Und Klettern in Italien, dann Urlaub in Griechenland, …Von fast…

„Es hat mein Leben verändert“, erzählt eine Bekannte mit leuchtenden Augen als sie mitbekommt, dass ich mich zu einem Vipassana-Kurs angemeldet habe. Mehr sagt sie nicht, ich soll alles andere selbst herausfinden. Zu diesem Zeitpunkt weiß ich nicht viel über mein Vorhaben, außer: ich lasse die Gesellschaft 10 Tage hinter mir, darf nicht reden, meditiere zwischen Wecken um 4 und Programmende um 21 Uhr jeden Tag netto 10 Stunden, es gibt zwei einfache vegetarische Mahlzeiten und als Abendessen (ein Stück) Obst. Kein Handy, nicht lesen, nicht schreiben, kein Sport, das Kursgelände darf nicht verlassen werden. Meine Uhr habe ich auch abgegeben. Klingt nach Urlaub, oder? Warum tut man sich das an? In meinem Fall: seit Indien fasziniert mich, was man mit Meditation für den Geist alles erreichen kann. Theoretisch. Praktisch habe ich mir sehr schwer getan. „Dann probiere ich es in einem Bootcamp – danach läuft es, oder es ist…

Einer meiner Bergfreunde sagte am vergangenen Wochenende, während wir auf der Sonnenterrasse einer Alpenhütte saßen und genüsslich den in Vanillesoße schwimmenden, hausgemachten Apfelstrudel löffelten: „Ein Klettersteig ist nie extrem. Man ist ja immer gesichert.“ Von besagter Terrasse blickt man auf einen wunderbar aussehenden Klettersteig (sofern man den Blick vom Apfelstrudel hebt). Und vor ein paar Augenblicken ist eine Zweiergruppe nach den ersten Metern Fels wieder umgekehrt. Nun ist die Apfelstrudel-Klettersteig-Situation natürlich ähnlich wie die bei Spielen der deutschen Fußballnationalmannschaft – da sitzen auch Millionen perfekt geeigneter Trainer auf dem Sofa vor den TV-Geräten… Wir fragten also zurück: „was ist denn dann extrem?“ Die Free Solo Besteigung des El Capitán von Alex Honnold zum Beispiel, war seine Antwort. Logisch. Mehr als das geht auch nicht… 1.000 Meter vertikale Wand ohne Seil und ohne Sicherung zu klettern, das ist wirklich so verrückt, dass ich auch beim nochmaligen Ansehen des Dokumentar-Trailers schwitzige Hände…

„Oh, eure Wohnung ist ja … wirklich … SCHÖN!!“, haben wir schon öfter als einmal gehört, wenn Freunde oder Bekannte zum ersten Mal unsere…

Buchempfehlung Ein häufiger Kommentar nach meiner Reise war „Ich werde deine Beiträge vermissen. Man konnte sich an doofen Arbeitstagen / beim Stillen / wenns draußen kalt und eklig war / … so wunderbar wegträumen“. Ich hätte da ein Reisebuch für euch. Und verspreche, dass Meike Winnemuth noch viel schöner schreibt als ich. Es ist eine Wonne, wie sie mit der Sprache spielt. Und sie hat so viele fantastische Dinge gemacht und mich in mehrfacher Hinsicht inspiriert – euch ja vielleicht auch?! Sie beschreibt den Gewinn von 500.000 Euro bei „Wer wird Millionär“ und ihr selbst gestelltes Ziel, das sie mit dem Preisgeld realisieren möchte: Eine Weltreise. Ein Jahr lang. Eine Stadt pro Monat. Und aus jeder schreibt sie einen Brief an eine(n) alte(n) oder neue(n) Freund(in). Zu Beginn macht sie sich noch sehr viele Sorgen, ob sie das schafft, ob sie es durchhält, wie kompliziert das alles wird… Sie holt…