Themen: Inspiration, Überlegtes, Relexion, laut gedachtes, …

Es ist verrückt und kaum zu glauben, aber es ist schon zwei Jahre her, dass ich zu meiner Reise nach Nepal und Indien aufgebrochen bin (und diesen Blog gegründet habe, by the way)! Und ich zehre immer noch sehr von dieser Reise. Jedes Mal, wenn ein Erinnerungsfetzen aus einem nichtigen Anlass in mein Bewusstsein kommt, zelebriere ich ihn. Sprich: gebe ihm Raum, sich mit allen Details, Farben, Gerüchen und Geräuschen in meinem Kopf auszubreiten. Herrlich. Eine Mini-Reise. Bin ich froh, dass ich mich damals dafür entschieden habe. Diese Reise wäre nicht für jeden das Richtige gewesen, aber ich wusste: ich muss das machen. Und (och man, schon wieder Corona) gerade in Zeiten, in denen selbst unsere Nachbarländer mit Reisewarnungen belegt sind und an eine Fernreise nicht zu denken ist, muss ich zwei Dinge loswerden. Und der Tritt in den Hintern gilt für mich (mindestens) genauso wie für euch: Ergreife jede…

Am Wochenende hatte ich meine Kontakte per WhatsApp-Status nach ihren Corona-Bullshit-Bingo-Begriffen gefragt. Das ist die Liste: ToilettenpapierHomeofficetippsnur ne GrippeDesinfektionsmittelMaskeTelko / Viko / seht-ihr-meinen-Bildschirm /…

Kennt ihr dieses übermäßige Verlangen nach Zucker? Am besten Schokolade! Eine GANZE Tafel Schokolade! Ich eigentlich nicht, vor allem nicht mit dieser Vehemez. In den letzten Wochen hatte ich diese Sucht aber entwickelt und bin unglücklich damit. Und außerdem mache ich Sachen ja gerne anders als die meisten anderen Menschen… Und was machen alle, während wir zu Hause eingeschlossen sind? Essen! Was macht also Eli? Fasten! Das steht tatsächlich auf der nach wie vor unveröffentlichten Erste-Male-Liste für dieses Jahr. „Vergiss es! Essen ist das Einzige, was mir bleibt!“ war die durchgängige Reaktion, als ich versucht habe, Mitstreiter zu finden. Dabei war die Ausgangslage noch nie so gut. Keine Essensverabredungen, keine Geburtstagsfeiern bei denen man auch Wein trinken möchte, keine Kuchen-Verführungen im Büro. Dafür sechs Tage am Stück zu Hause frei und dann Homeoffice. Beste Voraussetzungen also. Deshalb – JETZT ODER NIE! Tag 1 (Entlastung): Kein Kaffee mehr, kein Zucker, kein…

Kennt ihr das Gefühl, wenn man eine Person kennen lernt und sich denkt „hm, so die ganz gleiche Wellenlänge haben wir nicht. Ich geb mir trotzdem Mühe!“? So war es mit dem Schmieden. Aber nicht mit Nico, dem die Event- und Erlebnisschmiede gehört, und der mit den Kursen seinen Traum lebt. Mit ihm war gleich völlig klar: Das wird ein Tag mit vielen Scherzen und schwarzem Humor (und Händen). „Das ist wirklich hübsch so“ avancierte bereits nach den ersten Hammerschlägen zum Running Gag. Mit größer werdenden Druckstellen an den Händen und nur wenig sichtbarem Fortschritt beim Bearbeiten des Pfannenrands, wurde der Spruch auch später nicht motivierender. „Das ist doch jetzt schon eine richtig hübsche Obstschale“ war der nächste Kommentar von Nico, nachdem Ali aus meiner, nunja, leicht verbeulten Möchtegern-Pfanne wieder etwas Rundes gemacht hat. Dabei hatte alles so schön angefangen. Auf dieses erste Mal hatte ich mich sehr gefreut. Die…

„Und, ist es jetzt sehr schlimm für dich, dass Doro ausgezogen ist?“, wurde ich in den letzten Wochen häufig gefragt. Und zur großen Überraschung fast aller, antworte ich mit „nein“. Als die Kollegen und ich Anfang Juli die Nachricht bekommen haben, dass wir verkauft wurden, und das Unternehmen und die Marke nicht mehr bestehen, habe ich tagelang geheult. Diese Diskrepanz hat mich dazu gebracht, mich mit meinem Umgang mit Abschieden und Veränderungen auseinander zu setzen. Und wenn ich verschiedene Beispiele aus den letzten Jahren betrachte, dann läuft es darauf hinaus: Ich kann gut mit allem umgehen, was angekündigt ist. Unerwartete Veränderungen sind es, die mich (kurz, aber) heftig aus der Bahn werfen. Eine weitere, aber deutlich unwichtigere Komponente ist, wie ich die Veränderung beurteile. Klar, je besser sie mir gefällt, desto einfacher. Je unbeliebter, desto doofer. Wenn sie sich außerhalb meines direkten Einflussbereiches ereignen kann ich sie nur akzeptieren und…

Einer meiner Bergfreunde sagte am vergangenen Wochenende, während wir auf der Sonnenterrasse einer Alpenhütte saßen und genüsslich den in Vanillesoße schwimmenden, hausgemachten Apfelstrudel löffelten:…

„Oh, eure Wohnung ist ja … wirklich … SCHÖN!!“, haben wir schon öfter als einmal gehört, wenn Freunde oder Bekannte zum ersten Mal unsere WG betreten. Unsere Antwort: „Haben wir doch gesagt!“. Szenenwechsel: ungezwungenes Kennenlernen, der Rahmen ist egal. Man unterhält sich angeregt, findet Unterschiede und Gemeinsamkeiten, das Gespräch läuft. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich sage „Meine Mitbewohnerin …“ oder sonstwie das Thema WG aufkommt. Dann folgt beim Gesprächspartner entweder der schnelle Blick ins Glas („hoffentlich ist es leer und ich habe eine Ausrede zu verschwinden“), oder auf die Uhr, oder … Kurz: das Gespräch ist quasi vorbei. Was hat mich das gelehrt? Ich versuche das Thema zu vermeiden und mache damit genau das, was mich bei anderen so oft ärgert. Ganz schön doof. WG mit über 30 findet die Gesellschaft nicht richtig Nur, warum ist das so? Warum hat man als Person im Arbeitsleben nur zwei sozial…

Zack. Zwei Monate bin ich schon wieder zurück in Deutschland. Aus der halbleeres-Glas-Perspektive könnte man sagen: fast so lange wie ich weg war. Die liegt mir aber ja nicht so :).Da ich von euch (und mir selbst) nach wie vor viel nach Erlebnissen, Erkenntissen und Folgen gefragt werde, habe ich sie in einem Selbstgespräch zusammengestellt. Wer Antworten vermisst, kann seine Frage gerne über das Kommentarfeld einreichen. Los geht’s: War es schwer wieder zurück zu kommen? Nein. Dafür bin ich zu realistisch veranlagt. „Draußen“ war super, es war aber auch klar, dass ich nach den 3,5 Monaten zurückkommen muss – da ist eine Wohnung, ein Arbeitsvertrag, … Hätte ich nur ansatzweise das Gefühl gehabt, dass die Zeit nicht reichen wird, wäre ich das anders angegangen (so wie damals: kündigen und weg). Und ich habe mich durchaus auf die schöne Wohnung und das ruhige Deutschland gefreut. Und war, oh Wunder, auch sehr…