Themen:
Inspiration, Überlegtes, Reflexion, laut gedachtes, …

Inzidenz unter 10! Dafür hat meine Fantasie nicht ausgereicht. Bis das Traumszenario, im Juli 2021, tatsächlich eingetreten ist. Als ich Ende Mai aus Athen zurück gekommen bin, waren die Inzidenzwerte in Deutschland gerade (endlich) im freien Fall, die Restaurants öffneten schrittweise (je nach Inzidenz im Landkreis) wieder. So richtig durch- und aufzuatmen, das traute sich zu diesem Zeitpunkt keiner. Sechs Wochen später fühlte es sich schon an, als ob Corona weg sei. Damit kommt mein Kopf nicht klar. Ende Juni hat die WG eines Freundes eine DJ-Party auf der Dachterrasse veranstaltet. Als er mich ca. vier Wochen vorher dazu einlud und sagte, dass sie 60-80 Leute erwarten, wurde aus der Vorfreude Panik. Die Fünf-Haushalte-Regel muss man draußen nicht so eng sehen, fand ich. Aber. 80 Leute! Wann war ich das letzte Mal unter so vielen Leuten auf begrenztem Raum? Am Ende musste ich mir nicht überlegen, ob ich die Party…

Was haben E-Biker und griechische Autofahrer gemeinsam? Ob und wie Sie diesen Tätigkeiten nachgehen ist außerhalb meines Einflusbereichs, trotzdem beschäftigen mich beide Gruppen unangemessen viel. Den Circle of Influence habe ich vor einigen Jahren beim Lesen von Stephen Coveys 7 habits of highly effective people kennen gelernt. Ich meine mich zu erinnern, dass noch weitere (be)merkenswerte Inhalte enthält. Die Erstauflage des Buches war 1989, mittlerweile ist das sicher nicht mehr Cutting Edge-Denke, trotzdem: schauen wir uns unseren Einfluss an. Ich teile, was und wie es mir im Gedächtnis geblieben ist und ich es lebe, sicherlich ist das keine originaltgetreue Widergabe. Zentral sind für mich zwei Punkte: Es gibt viele Dinge, auf die ich keinen Einfluss habe. An die verschwende ich keine Gedanken und keine Energie.Meinen Circle of Influence gestalte ich dafür umso aktiver Macht in Summe ein zufriedeneres Leben. Bevor ich von meinen (Miss-)Erfolgen berichte, erkläre ich erst einmal die…

Es gab bis vor nicht soooo langer Zeit eine Person in meinem Leben, die hat mich fertig gemacht. Nicht im Sinne von Mobbing, sondern mich in meinem Kopf. 80% meiner negativen Gedanken hatten mit ihr zu tun. Am schlimmsten war es ausgerechnet beim Joggen, dabei kann ich da normalerweise am besten abschalten. Es passt nicht ganz, ich kann aber die Gelegenheit nicht verstreichen lassen, einen meiner Lieblingssprüche anzubringen: Wenn dir am Morgen ein Arschloch begegnet, dann ist dir eben ein Arschloch begegnet. Wenn dir am Tag viele Arschlöcher begegnen, bist du selber eins“ (sagt Raylan Givens in „Justified“, zitiert von Tim Ferris in Tools of Titans). Was ich damit sagen möchte: An der misslichen Situation ist nicht alleine die andere Person schuld (wobei sie das einzige Arschloch in meinem Leben ist, ich habe also Hoffnung für mich). Meinem Umfeld blieb meine Aversion nicht verborgen und ich musste immer wier erklären,…

Oh, wie herrlich die Sonne diese Woche scheint! Es kann also losgehen, mit Kaffee & Kuchen auf dem Balkon. Und mit in-der-Sonne-Lesen – auf Spazieren gehen hat ja langsam keiner mehr Lust… Hier ein paar meiner Empfehlungen, ich freue mich auf eure! PHÄNOMENE: The Tipping Point von Malcom Gladwell Warum (und wie) zum Beispiel konnten Birkenstocks auf einmal so hip werden, dass sie auf einmal Birkis heißen, mit denen man nicht nur zum Kindi und auf den Spieli geht, sondern sogar arbeiten? Nachdem sie jahr(zehnt)elang dieses angestaubte Gesund-Image hatten, das per se kein gutes Attribut ist, wenn man ein Fashion-Item sein will. Das Beispiel wird im Buch nicht beschrieben, aber nach der Lektüre kann man es sich sehr gut vorstellen. Sehr spannend war das Beispiel, wie New York es in den Achzigerjahren geschafft hat, mit einer Sauberkeitskampagne das Gewaltproblem in den Griff zu bekommen. Genau, das eine hat auf den…

Es wird wieder ein Situationsbericht. Oder nennen wir es Gegenwartsreflektion. Auf jeden Fall bin ich gespannt zu hören, ob es auch eure Wirklichkeit in diesen Wochen trifft. Eigentlich wollte ich den Eintrag schon vor 10 Tagen geschrieben und veröffentlicht haben. Hätte ich besser mal, ich wollte nämlich das eingeschränkt-akzeptable new normal beschreiben – aber dann begann die Fallzahlenexplosion und schon ist es wieder anders. https://g.co/kgs/XgUKVA Was mich am meisten erstaunt: wir reden immer noch so unglaublich viel über Corona! Dabei gibt es nicht viel Neues. Kein Impfstoff, Herdenimmunität ist vom Tisch, Kinder sind keine Superspreader und Maksen tragen wir auch schon seit einem halben Jahr. Im Sommer habe ich mich unglaublich gefreut, wenn bei einem Treffen nicht über das C-Thema gesprochen wurde. Mein Firefox-Newsstream ist ohne / mit wenig Corona ausgekommen – es gibt (gab?) endlich wieder andere Themen! Nichtsdestotrotz: Corona beherrscht unseren Alltag, unser Denken und unser Handeln. Die…

Am Wochenende hatte ich meine Kontakte per WhatsApp-Status nach ihren Corona-Bullshit-Bingo-Begriffen gefragt. Das ist die Liste: ToilettenpapierHomeofficetippsnur ne GrippeDesinfektionsmittelMaskeTelko / Viko / seht-ihr-meinen-Bildschirm /…

Kennt ihr dieses übermäßige Verlangen nach Zucker? Am besten Schokolade! Eine GANZE Tafel Schokolade! Ich eigentlich nicht, vor allem nicht mit dieser Vehemez. In den letzten Wochen hatte ich diese Sucht aber entwickelt und bin unglücklich damit. Und außerdem mache ich Sachen ja gerne anders als die meisten anderen Menschen… Und was machen alle, während wir zu Hause eingeschlossen sind? Essen! Was macht also Eli? Fasten! Das steht tatsächlich auf der nach wie vor unveröffentlichten Erste-Male-Liste für dieses Jahr. „Vergiss es! Essen ist das Einzige, was mir bleibt!“ war die durchgängige Reaktion, als ich versucht habe, Mitstreiter zu finden. Dabei war die Ausgangslage noch nie so gut. Keine Essensverabredungen, keine Geburtstagsfeiern bei denen man auch Wein trinken möchte, keine Kuchen-Verführungen im Büro. Dafür sechs Tage am Stück zu Hause frei und dann Homeoffice. Beste Voraussetzungen also. Deshalb – JETZT ODER NIE! Tag 1 (Entlastung): Kein Kaffee mehr, kein Zucker, kein…

Kennt ihr das Gefühl, wenn man eine Person kennen lernt und sich denkt „hm, so die ganz gleiche Wellenlänge haben wir nicht. Ich geb mir trotzdem Mühe!“? So war es mit dem Schmieden. Aber nicht mit Nico, dem die Event- und Erlebnisschmiede gehört, und der mit den Kursen seinen Traum lebt. Mit ihm war gleich völlig klar: Das wird ein Tag mit vielen Scherzen und schwarzem Humor (und Händen). „Das ist wirklich hübsch so“ avancierte bereits nach den ersten Hammerschlägen zum Running Gag. Mit größer werdenden Druckstellen an den Händen und nur wenig sichtbarem Fortschritt beim Bearbeiten des Pfannenrands, wurde der Spruch auch später nicht motivierender. „Das ist doch jetzt schon eine richtig hübsche Obstschale“ war der nächste Kommentar von Nico, nachdem Ali aus meiner, nunja, leicht verbeulten Möchtegern-Pfanne wieder etwas Rundes gemacht hat. Dabei hatte alles so schön angefangen. Auf dieses erste Mal hatte ich mich sehr gefreut. Die…

„Und, ist es jetzt sehr schlimm für dich, dass Doro ausgezogen ist?“, wurde ich in den letzten Wochen häufig gefragt. Und zur großen Überraschung fast aller, antworte ich mit „nein“. Als die Kollegen und ich Anfang Juli die Nachricht bekommen haben, dass wir verkauft wurden, und das Unternehmen und die Marke nicht mehr bestehen, habe ich tagelang geheult. Diese Diskrepanz hat mich dazu gebracht, mich mit meinem Umgang mit Abschieden und Veränderungen auseinander zu setzen. Und wenn ich verschiedene Beispiele aus den letzten Jahren betrachte, dann läuft es darauf hinaus: Ich kann gut mit allem umgehen, was angekündigt ist. Unerwartete Veränderungen sind es, die mich (kurz, aber) heftig aus der Bahn werfen. Eine weitere, aber deutlich unwichtigere Komponente ist, wie ich die Veränderung beurteile. Klar, je besser sie mir gefällt, desto einfacher. Je unbeliebter, desto doofer. Wenn sie sich außerhalb meines direkten Einflussbereiches ereignen kann ich sie nur akzeptieren und…

Einer meiner Bergfreunde sagte am vergangenen Wochenende, während wir auf der Sonnenterrasse einer Alpenhütte saßen und genüsslich den in Vanillesoße schwimmenden, hausgemachten Apfelstrudel löffelten:…

„Oh, eure Wohnung ist ja … wirklich … SCHÖN!!“, haben wir schon öfter als einmal gehört, wenn Freunde oder Bekannte zum ersten Mal unsere WG betreten. Unsere Antwort: „Haben wir doch gesagt!“. Szenenwechsel: ungezwungenes Kennenlernen, der Rahmen ist egal. Man unterhält sich angeregt, findet Unterschiede und Gemeinsamkeiten, das Gespräch läuft. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich sage „Meine Mitbewohnerin …“ oder sonstwie das Thema WG aufkommt. Dann folgt beim Gesprächspartner entweder der schnelle Blick ins Glas („hoffentlich ist es leer und ich habe eine Ausrede zu verschwinden“), oder auf die Uhr, oder … Kurz: das Gespräch ist quasi vorbei. Was hat mich das gelehrt? Ich versuche das Thema zu vermeiden und mache damit genau das, was mich bei anderen so oft ärgert. Ganz schön doof. WG mit über 30 findet die Gesellschaft nicht richtig Nur, warum ist das so? Warum hat man als Person im Arbeitsleben nur zwei sozial…

Zack. Zwei Monate bin ich schon wieder zurück in Deutschland. Aus der halbleeres-Glas-Perspektive könnte man sagen: fast so lange wie ich weg war. Die liegt mir aber ja nicht so :).Da ich von euch (und mir selbst) nach wie vor viel nach Erlebnissen, Erkenntissen und Folgen gefragt werde, habe ich sie in einem Selbstgespräch zusammengestellt. Wer Antworten vermisst, kann seine Frage gerne über das Kommentarfeld einreichen. Los geht’s: War es schwer wieder zurück zu kommen? Nein. Dafür bin ich zu realistisch veranlagt. „Draußen“ war super, es war aber auch klar, dass ich nach den 3,5 Monaten zurückkommen muss – da ist eine Wohnung, ein Arbeitsvertrag, … Hätte ich nur ansatzweise das Gefühl gehabt, dass die Zeit nicht reichen wird, wäre ich das anders angegangen (so wie damals: kündigen und weg). Und ich habe mich durchaus auf die schöne Wohnung und das ruhige Deutschland gefreut. Und war, oh Wunder, auch sehr…