Themen:
Inspiration, Überlegtes, Reflexion, laut gedachtes, …

Vor einem guten halben Jahr habe ich die Himalaya-Rückschau mit Tritt in den Hintern gepostet. Und es gab – wie meistens – einen persönlichen Anlass. Wofür ich mir da selbst einen Tritt geben wollte … bleibt wohl ein Traum… Ich hole einmal tief Luft und erzähle von vorne. Ich habe ein gültiges Working-Holiday-Visum für Kanada. Seit dem 27. Februar 2020*. Ab Juli 2020 sollten auf diesem Blog Erlebnisberichte von meinen Abenteuern stehen. Jetzt wäre der Zeitpunkt, an dem ich geschrieben hätte, dass ich natürlich noch die drei Extra-Monate an das Jahr dran hänge und diverse Ideen habe, was ich auf dem „Rückweg“ alles mache. (* ab dem Bewilligungsdatum hat man ein Jahr Zeit für die Einreise, die die Aktivierung des Einjahresvisums bedeutet. Aufschieben oder ein zweites Mal beantragen geht nicht. Now or never!) Während ich innerlich nach dem richtigen Zeitpunkt für die Kündigung gesucht habe … kam Corona. Ich bin…

Vorab ein typisches Eli-Paradox: Das WOL-Programm dauert 12 Wochen und wie ihr gleich lesen werdet, bin ich nicht unfassbar begeistert. Trotzdem/gleichzeitig bin ich gerade zum zweiten Mal dabei. So schlecht ist es also doch nicht?! Für den Deutsch-Muttersprachler ist schon der Name „Working Out Loud“ irgendwie schwierig und nicht greifbar. Mit „laut arbeiten“ arbeiten hat es nichts zu tun (sonst wären die Maschinenvertriebskollegen, die man ein Stockwerk weiter noch telefonieren hört, Meister der Methode…). Es geht darum, im geschützten Raum einer Kleingruppe über 12 Wochen ein persönliches Lernziel zu verfolgen. Anhand einer Methode/eines Mindsets, die/das du so verinnerlichst, dass du sie/es immer wieder anwenden kannst. Also: 4-5 Personen, 1 Stunde pro Woche, 12 Wochen, 1 persönliches Ziel Dein eigenes WOL-Ziel ist der Dreh- und Angelpunkt. Du solltest es in 12 Wochen realistisch erreichen können (oder zumindest eine brauchbare Etappe davon), Einfluss darauf haben; es sollte dich inspirieren und du solltest es…

Ich unterbreche die Corona-Lernreise für Unternehmen für eine wichtige Nachricht: Plötzlich ist schon wieder (fast) Weihnachten! In diesem (Plastik-)Müll-Jahr durch all die Masken, Essen-To-Go-Boxen etc. liegt es mir noch ein bisschen mehr am Herzen, dass nicht nur sinnvoll-schönes verschenkt wird, sondern auch (halbwegs) nachhaltig. Und wenn ihr jetzt vielleicht noch an die kleinen Läden denkt, statt alles bei einem Onlinehändler zu bestellen – das wäre toll! Ich habe ein paar Ideen zusammengestellt und freue mich auf weitere Tipps von euch! Rubberman: die weltbeste Handyhalterung für Fahrrad / Kinderwagen / … von https://www.rubberman.info/ Auch für Mountainbiker geeignet. Beweis? Lisa hat während des Alpencross beim Radtragen das Handy NICHT aus der Halterung genommen. Auch nicht beim Downhill. Und das Handy sitzt nicht nur Bombe, die Halterung ist außerdem in Hamburg aus alten Traktorschläuchen gefertigt. Und ihr bekommt es als kleinen Brief mit handgeschriebener Adresse = gut für alle. Bitte nicht bei Amazon…

Wie geht es euch mit den ganzen Coronabedingt abgesagten Festen? Man kann über die Geizigkeit der Schwaben denken was man möchte, fest steht: bei Wein, Bier und Maultaschen hält sich keiner zurück! Und da gibt es im Sommer normalerweise jedes Wochenende eine Gelegenheit. In den letzten Jahren bin ich zu einigen nur mit mäßiger Vorfreude gegangen – es war immer alles so voll… Die Menschenmassen können weg bleiben, mal wieder was anderes zu sehen und zu hören wäre jedoch schön. Selbst ist die Frau, hier Aktionsvorschlag Nummmer 1 für den Corona-Sommer: Die Do-it-yourself-Weinwanderung. Die Idee: In der Umgebung laufen organisierte Weinwanderungen so ab, dass es einen Plan gibt, auf dem eingezeichnet ist, welche Winzer sich beteiligen und wo sie ihre Verkaufshütten haben. Dort bekomme ich Wein pro Glas oder Flasche und oft auch was zu Essen. Entweder wandert man nach dem Verzehr durch die Weinberge weiter, oder man leert die…

Am Wochenende hatte ich meine Kontakte per WhatsApp-Status nach ihren Corona-Bullshit-Bingo-Begriffen gefragt. Das ist die Liste: ToilettenpapierHomeofficetippsnur ne GrippeDesinfektionsmittelMaskeTelko / Viko / seht-ihr-meinen-Bildschirm /…

„Machen die Enten auch beim Social Distancing mit?!“ habe ich mich heute Morgen kurz gefragt, als ich mich noch nicht ganz vom Entenattackenschrek erholt hatte. Ich war im Schlossgarten laufen, wie immer. Über die Zeit habe ich gelernt, dass die Enten dort so an Menschen gewöhnt sind, dass es ihnen völlig egal ist in welchem Abstand man an ihnen vorbei läuft. Oder auch zwischen ihnen durch, denn sie drapieren sich zum Ruhen auch gerne mitten auf dem Weg. Da hebt dann mal eine den Kopf und keine rührt sich. Anders heute morgen. Da war ich tatsächlich nur knapp 1,5 Meter von den Enten links entfernt und dann kam es eben: Kopf und Hals drohend vorgestreckt, die Flügel zur Maximalspannweite (beeindruckend!) ausgebreitet und ordentlich zeternd kam eine Ente auf mich zugelaufen. Huch! Glücklicherweise war ich ja direkt wieder an ihnen vorbei. Die Erklärung für dieses Verhalten ist natürlich denkbar simpel und…

Das wird auch für mich spannend, denn ich habe schon lange nicht mehr auf meine „Vorsätze“-Liste geschaut, die ich wohlweislich direkt nach der Meditation geschrieben habe. Neue Gewohnheiten benötigen angeblich 42 Tage, bis sie wirklich etabliert sind. Nach 65 Tagen ist die Antwort „kann ich noch nicht sagen, ob das nachhaltig war“ folglich unzulässig. Also, Butter bei die Fische, los gehts mit der Liste: Morgenroutine: Rückenübungen und 20 min Meditation Äääähh, ja, … also, das hab ich ein paar Mal gemacht. Die Meditation zumindest. Toll, wie einfach man es 20 Minuten im Schneidersitzt aushält! Aber ich bin längst wieder im wer-früher-zur-Arbeit-geht,-kann-früher-nach-Hause-Modus. Kurze Vor-dem-Schlafen-Meditation: Wie lief der Tag? Bin ich cravings and aversions erlegen? Wo habe ich mit der gebotenen Gelassenheit reagiert? Was für ein guter Vorsatz! Schade, dass ich ihn SOFORT vergessen habe. Ich sollte noch mal einen Versuch starten. Weniger (auch indirekt) jammern und nur reden, wenn ich auch…

Da wurde es auf dem Blog auf einmal stiller als gedacht. Für länger als gedacht. Das liegt nicht daran, dass nichts berichtenswertes passiert wäre. Im Gegenteil! Der Juli hatte es in sich. Mit Nachmietersuche, dem Nowhere-Festival und dem Abschied von Doro war ja an sich – geplant – schon genug los. Und dann… Dann kam die große Überraschung gleich zu Beginn des Monats. Wir – das heißt: die Firma – wurden verkauft. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet, schließlich lässt das Top-Management des Mutterkonzerns keine Gelegenheit aus zu erwähnen, wie sehr das Wohl des einzelnen Mitarbeiters ihnen am Herzen liegt. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage war ich gedanklich auf Veränderungen vorbereitet, aber nicht auf diese. Und es stürzten für mich in wenigen Minuten mehrere Welten ein. Innerhalb von vier Arbeitstagen musste ich mich dann zwischen zwei Unternehmen mit ziemlich unklaren Jobbeschreibungen entscheiden. Das bedeutete auf der einen Seite viele Abschiede, auf…

Einer meiner Bergfreunde sagte am vergangenen Wochenende, während wir auf der Sonnenterrasse einer Alpenhütte saßen und genüsslich den in Vanillesoße schwimmenden, hausgemachten Apfelstrudel löffelten:…

„Oh, eure Wohnung ist ja … wirklich … SCHÖN!!“, haben wir schon öfter als einmal gehört, wenn Freunde oder Bekannte zum ersten Mal unsere…

Fällt dir etwas ein? Ich rühme mich ja gerne für meine Veränderungsfreude, Lernbereitschaft und die hohe Aktivitätenfrequenz. Und kam ins Stocken, als ich auf einem Blog den Aufruf „Jeden Tag etwas Neues ausprobieren“ las. Mir fiel nämlich nicht viel „neues“ ein (mit Außmaßen wie einem minimal veränderten Arbeitsweg wollte ich nicht anfangen). Die Einzigen, die viel von ersten Malen erzählen, sind Freunde mit mit kleinen Kindern („Heute hat er seine ersten Schritte gemacht!“). Im Laufe des Lebens wird es mit wachsendem Erfahrungsschatz natürlich schwieriger. Andererseits sind die Möglichkeiten mannigfaltig, da muss doch noch was gehen?! Jeden Tag etwas Neues machen!? Mir jetzt Aufgaben für jeden Tag zu stellen fand ich etwas übertrieben, aber in diesem Jahr 10 bewusste erste Male zu erleben – das fand mein Ehrgeiz spontan gut. Mir selbst etwas ausdenken? Langweilig. Habe lieber ein paar Freunde um Vorschläge für mich gebeten. Allein das war es wert! „30…