Es ist verrückt und kaum zu glauben, aber es ist schon zwei Jahre her, dass ich zu meiner Reise nach Nepal und Indien aufgebrochen bin (und diesen Blog gegründet habe, by the way)!

Und ich zehre immer noch sehr von dieser Reise. Jedes Mal, wenn ein Erinnerungsfetzen aus einem nichtigen Anlass in mein Bewusstsein kommt, zelebriere ich ihn. Sprich: gebe ihm Raum, sich mit allen Details, Farben, Gerüchen und Geräuschen in meinem Kopf auszubreiten. Herrlich. Eine Mini-Reise. Bin ich froh, dass ich mich damals dafür entschieden habe. Diese Reise wäre nicht für jeden das Richtige gewesen, aber ich wusste: ich muss das machen. Und (och man, schon wieder Corona) gerade in Zeiten, in denen selbst unsere Nachbarländer mit Reisewarnungen belegt sind und an eine Fernreise nicht zu denken ist, muss ich zwei Dinge loswerden. Und der Tritt in den Hintern gilt für mich (mindestens) genauso wie für euch:

Ergreife jede Möglichkeit, Träume zu realisieren, die sich dir bietet.

„Ach, gerade fühlt sich das aber nicht so richtig an“, „ich möchte mir alle Optionen offen halten“, „vielleicht nächstes Jahr“ … Von wegen! Schaut, wohin es führt. Das Leben ist knapp außerhalb der Komfortzone am spannendsten. Der Schritt dahin ist etwas größer, lohnt sich aber. Und man kann ja kleine Tricks anwenden. Mein Motto „Man gönnt sich ja sonst nichts“ ist im Endeffekt eine hedonistische Umwandlung des Themas. Das kann natürlich fürs dritte Stück Kuchen gelten, aber eben auch für die Träume und Wünsche. Passt außerdem, weil ich ja ungern aktiv entscheide. Ich lasse offene Fragen gerne in mir reifen, bis mein Unterbewusstsein mir die Entscheidung ins Bewusstsein überspielt (oder die Deadline da ist). Das kann man so machen, funktioiniert meistens, ist manchmal aber doof. Deshalb gibt es noch eine zweite wichtige Regel:

Arbeite aktiv daran, dass sich diese Möglichkeiten auftun.

Im Nepal-/Indienfall war das die Einrichtung des speziellen Sabbatical-Kontos beim Arbeitgeber (zwei Jahre vorher – viel Zeit fürs Unterbewusstsein!). Und für die vielen anderen großen und kleinen Dinge hilft mir auch, es möglichst vielen Leuten zu erzählen. Weniger, um direktes Feedback zu bekommen („Du bist verrückt“ oder „das würde ich mich nicht trauen“ sind nicht besonders hilfreich), sondern, weil beim nächsten Treffen nachgefragt wird, wie es mit Plan xy aussieht. Das ist der Druck, den ich brauche. Und die „ich kenne da jemanden“ und „lies doch mal …“s helfen beim entscheiden und gestalten. Bei beruflichen Veränderungen ist es ähnlich: Hintern hochbekommen, Meetups besuchen, Leuten erzählen was man möchte. Wie sagt Serkan so schön: Nur wer sät, kann auch ernten. Yup.

Heißt insgesamt also: nichts aufschieben, sondern ins Wasser springen. Seit Corona wissen wir: Es könnte auch sein, dass beim nächsten Versuch kein Wasser mehr da ist! Und dann beißt man sich ganz schön in den Hintern. Deswegen doch lieber gleich beim ersten leichten Tritt loslegen.

Möglichkeiten schaffen, statt auf sie zu warten! Motivation und Selbstorganisation... und Himalaya
So kann man den ganzen Text in acht Wörtern zusammenfassen.

Aber nichts überstürzen, zur Feier des Zweijährigen kochen wir erstmal eine große Thermoskanne Ingwer-Zitronen-Tee, ziehen die Daunenjacke an und träumen uns in den Himalaya:

Aber jetzt. Wovon träumst du?

Kommentar verfassen