Ich unterbreche die Corona-Lernreise für Unternehmen für eine wichtige Nachricht: Plötzlich ist schon wieder (fast) Weihnachten!

In diesem (Plastik-)Müll-Jahr durch all die Masken, Essen-To-Go-Boxen etc. liegt es mir noch ein bisschen mehr am Herzen, dass nicht nur sinnvoll-schönes verschenkt wird, sondern auch (halbwegs) nachhaltig. Und wenn ihr jetzt vielleicht noch an die kleinen Läden denkt, statt alles bei einem Onlinehändler zu bestellen – das wäre toll!
Ich habe ein paar Ideen zusammengestellt und freue mich auf weitere Tipps von euch!

Rubberman: die weltbeste Handyhalterung für Fahrrad / Kinderwagen / …

Auch für Mountainbiker geeignet. Beweis? Lisa hat während des Alpencross beim Radtragen das Handy NICHT aus der Halterung genommen. Auch nicht beim Downhill. Und das Handy sitzt nicht nur Bombe, die Halterung ist außerdem in Hamburg aus alten Traktorschläuchen gefertigt. Und ihr bekommt es als kleinen Brief mit handgeschriebener Adresse = gut für alle. Bitte nicht bei Amazon bestellen, sondern direkt auf http://www.rubberman.de/.

(Virtuelle) Sportkurse – je nach Vorliebe

Functional Fitness Melanie Heilemann

Mehr Bewegung brauchen wir wohl alle und die Fitnesstrainer haben umgestellt. Wer nicht suchen will, ich habe eine Empfehlung: das Faszientraining von Melanie Heilemann. Corona sei Dank ist es egal, wo auf der Welt du bist, Meli kommt zu dir ins Wohnzimmer (und du brauchst nicht mal aufräumen). Zum Verschenken oder selber buchen ist ihre Weihnachtsaktion mit 5 Terminen ab Januar perfekt geeignet. Ich kenne sie seit fünf Jahren und lege meine Hand für ihre Fitness- UND Entertainmentfähigkeiten ins Feuer. Seit April machen wir – siehe Foto – als Personal Training-Minigruppe Functional Fitness mit ihr – ebenfalls sehr zu empfehlen. Sagt immerhin Eli Superschnelli ;).

Ottolenghis Jerusalem-Kochbuch

Ottolenghi Jerusalem Kochbuch

Ich wusste nicht, dass es dieses Kochbuch gibt, bis ich es an meinem Geburtstag ausgepackt habe. Ganz ganz ehrlich? Ich dachte: Oh je, ein Staubfänger – wenn auch ein hübscher. Aber! es fühlt sich wunderbar an, es ist wunderschön gestaltet und wenn man Zitronen, Schmand, Gemüse und Knoblauch zu Hause hat, kann man schon fast loslegen… Als Mainstream-Millenial habe ich während des Corona-Frühlings natürlich ebenfalls gekocht und kann sagen: So viele Rezepte habe ich noch aus keinem Kochbuch gekocht und es sind ALLE sehr sehr gut. Die blauen Papper auf dem Foto fehlen noch, ich koche mich mit dem Gemüse durch das Jahr.
Mit dem Buch werden Vegtarier und Fleischesser glücklich.

Tipp 1: Sumak und die übrigen außergewöhnlichen Gewürze gibts gut & günstig (und in Gläsern!) in türkischen Supermärkten.
Tipp 2: Der Dattelsalat mit Spinat und die gebratenen Auberginen sind meine Favoriten. Wenn man die einmal gemach hat, sind die beim nächsten Mal im Handumdrehen gezaubert.

Support your locals: Gutscheine

Es wird ja auch wieder anders. Also, ein Kinogutschein?! Oder per Gutschein eine kulinarische Weltreise machen (den Restaurants & Imbissen hilft es jetzt schon). Ausprobieren lohnt sich, habe ich erst vor ein paar Wochen wieder festgestellt. Wer nach Stuttgart kommt, sollte bei Vanessa im Patacon Obi (Westafrikanisch) die Kidneybohnen mit Puff Puffs probieren…. mmmmhhhh!!! Bei Essensgutscheinen: gleich einen Termin ausmachen und den Gutschein an eine Flasche Wein/Getränk der Wahl hängen.

Ziegen, Hühner, Lamas, Brunnen, Toiletten oder eine Patenschaft

Nicht das allerneueste Thema, aber bisher hatte ich es als Weihnachtsgeschenkidee nicht richtig auf dem Schirm. Kolping ist eine Möglichkeit für die Nutztiere, Plan International hat auf der Seite „Sinnvoll schenken“ noch mehr zusammengstellt. Als Familiengeschenk ist eine dauherhafte Patenschaft auch schön und zu empfehlen. Warum ich die Toiletten extra erwähne könnt ihr in den Indische Häppchen (4) nachlesen.

Die Harari-Bücher: Eine kurze Geschichte der Menschheit und Homo Deus

Das gar nicht so dünne Buch über die Geschichte der Menschheit ist ein ganz wunderbarer Begleiter für Lockdowns – man ist eine Weile beschäftigt. Und Yuval Harari schafft es, ein leicht lesbares bis witziges Sachbuch zu schreiben. Wenn in an der Stelle ankommt, an der er beschreibt, dass die Spanier dachten, sie werden aufgrund der ständigen Räucherstäbchenbegleitung durch die Incas als Götter verehrt, der denkt an mich, wenn er die nächsten Sätze liest (und ja, Selbstreflektion ist eine Tugend ;)).

Homo Deus, das Nachfolger-Buch, also eine Idee, wie die menschliche Zukunft aussehen könnte, ist durch Corona noch mal spannender geworden. Ich muss aber zugeben, dass ich mich mit ihm schwerer tue (bin bei der Hälfte). Vielleicht auch, weil viele Konzepte aus der kurzen Geschichte schon bekannt sind.

Wer kein Weihnachtsgeschenk, aber interessante Lektüre sucht, kann sich hier durch Harari-Artikel über Corona lesen und hören.

Wasch- und wiederverwendbare Abschminktücher

Nein, das ist nicht so, als ob man Socken verschenkt (wer das trotzdem findet kauft sich halt einfach so welche – sie sind und bleiben toll). Es ist eine Win-Win-Win-Situation: Man braucht keine Wattepads mehr + keine Reinigungsmittel + es ist viel angenehmer. Man sollte zwei bis drei haben, dann kann man die benutzten entspannt in die Wäsche schmeißen, wenn einem danach ist. Das war der beste Schritt auf meinem Weg zum Plastifreien Bad. Und mehrere Freundinnen sind genauso begeistert, sonst hätte ich es nicht aufgenommen. Die gibt es bei dm (sind mir aber zu flauschig), vermutlich auch den anderen Drogerien, Unverpacktläden und auf jeden Fall in diversen (Öko-)Onlineshops, zu Beispiel im Avodaco Store. Oder aus alten T-Shirts und Handtüchern selber nähen, das Netz bietet zahlreiche Anleitungen – das ist dann natürlich noch nachhaltiger…

Selberbasteln (oder kaufen): Obst- und Gemüsesäckchen für den (Markt-)Einkauf

Geht supersimpel ohne Vorlage und mit dem, was ihr zu Hause habt. Bei mir waren es alte Fliegengitter und Stoffreste. Einfach in unterschiedlicher Größe an drei Seiten zusammennähenn, an der vierten umschlagen (Achtung, nicht ganz zunähen, sondern den Ein/Ausgang für die Kordel freilassen) und in einem der Säckchen verpackt verschenken. Oder die Sächen z.B. mit Plätzchen gefüllt verschenken. Ich weiß, wer sich über den Inhalt freuen würde… Wer so etwas lieber mit Anleitung macht, hier gibt es eine von Smarticular.

Selbst eingekochtes: z.B. Apfelchutney

Ich habs mittlerweile auch mit Birne ausprobiert. Da war allerdings die Birne-Chili-Ingwer-Marmelade noch leckerer… Egal, hier wäre auf jeden Fall mein erprobtes Apfelchutney-Rezept.

Wanderführer der Umgebung

Wer das nicht schon erledigt hat?! Meiner Prognose nach steht uns nicht nur ein Draußen-Winter, sondern auch ein weiterer Naherholungssommer bevor. Also, dann einfach richtig: die eigene Heimat erkunden. Solche Wanderführer gibt von Rother, Kompass, … einfach kurz googlen oder: den nächsten Buchladen aufsuchen. Das Geschenk ergänzt sich hervorragend mit einem Termin für die erste gemeinsame Wanderung (der Beschenkte sucht die Wanderung aus, der Schenkende bringt Glühwein in der Thermoskanne und die restlichen Plätzchen zum Picknick mit).

Die Welt für wenige Euro: Kartenpakete von Komoot oder anderen Outdoor-Apps

Ja, kein Druckerzeugnis, aber es ist die Fortgeschrittenen-Variante des Wanderführers. Wer nämlich selbst planen möchte oder auch noch Radfahren gehen möchte, der freut sich über digitale Begleitung und vor allem Navigation. Ich mag Komoot (auch, weil es ein Karten-Einmalpreis für die Welt ist), andere schwören ausschließlich auf die Alpenvereinaktiv App (da gibt es das Kartenmaterial nur als Abo, die Tourensuche ist aber viel schöner)… Einfach vorsichtig nachfragen, würde ich vorschlagen 🙂

Threema-Accounts: Ein bisschen weniger Überwachung

Das schließt sich super an die Harari-Artikel an 🙂 Threema ist ein „sicheres WhatsApp“ aus der Schweiz – bisher allerdings schreibe ich nur mit zwei Freunden darüber. Würde mich freuen, wenn wir hier näher an den Tipping Point kommen…

So, mir fällt nichts mehr ein. Hoffe aber, dass ich euch helfen konnte. Happy Plätzchenbacken!

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