Gute 800 Kilometer zu Fuß längs über die Pyrenäen, klingt das nicht nach einem wunderbaren Sommervorhaben? Start und Ende sind das Meer und dazwischen warten auf der Transpirenaica 45.000 Höhenmeter. Ich finde es klingt fantastisch. Im September 2024 geht es los. Mein loses Ziel ist es, in 30 Superschnelli-Tagen durch zu sein. Ob das klappt?
Ich berichte in mehreren Teilen.
Tag 17 | Refugio de Restanca – Refugio de Fuente de Coronas
32,32 k | 2.111 ⬈ | 2.194 ⬊ | 11:38 Dauer | 19 Grad, sonnig, Regen am Abend | höchster Punkt: 2.712 m
👍 die Hütte für mich: Platz, trocken, Ruhe! Und: ich fühle mich so fit – was sind schon 2.000 Höhenmeter?!
👎 ich verstehe langsam, warum der Typ in Beget meinte: „Wald ist mir egal, Hauptsache keine Steinblöcke mehr“. Man kommt so langsam vorwärts.
Viel Geschnarche, wenig Schlaf für mich.
Zum Frühstück gibt’s Vollkorntoast, Galletas Marias (das spanische Pendant zum Butterkeks), Zwieback (also, die spanische Variante davon), Kochschinken, abgepackte Marmelade, Butter und Olivenöl. Und: Frischkäse und Nutella. Beste Kombi auf einem Toastbrot.
Heute nochmal genießen, das ist der (erstmal?) letzte sonnige Tag.
Durch die Nase atmen funktioniert schon seit einigen Tagen nicht mehr, zu viel Wind/Kälte/Berg, sie läuft.
Im Abstieg nach Conangles komme ich an vielen Herbstzeitlosen vorbei. Blumen! Bisher war es botanisch nicht so aufregend.
Bis auf den See fand ich den Abschnitt bis Conangles ziemlich unspektakulär. Viele Leute. Danach wird’s schöner. Am Barranco des les Ixalenques gibt es Pools fast wie in Korsika. Schade, dass ich mich so frisch geduscht und getrieben fühle.
Das frisch-geduscht-Gefühl hat sich eine halbe Stunde später erledigt, es geht steil bergauf. Durch den Wald. Eine schwitzige Angelegenheit. Oben gibt es wieder schöne Seen, ich bade auch hier nicht – es kommt gleich noch mehr Aufstieg.
Und ich habe Hunger. Auf was Richtiges. Riegel und Nüsse habe ich schon genug gegessen heute. Da kommt das Refugio de Llauset sehr gelegen. Ich habe die Wahl: Kichererbseneintopf oder Pasta Carbonara. Als ich mich nicht sofort entscheiden kann, sagt das Mädel: „du kannst auch beides haben. Das ist das menú del día, dann gibt es noch Mousse au chocolat als Nachtisch“. Habe ich ohne zu zögern genommen UND alles aufgegessen. Ich, die immer nicht verstehen kann, wie man auf einer Wanderung Käsespätzle als Mittagessen bestellt… Die darauffolgende knappe Stunde Aufstieg zum Pass war vielleicht nicht mein Speed-Rekord, aber es ging gut.
Habe fast durchgängig Empfang heute. Bin ich nach dem Haute Route-Abstecher gar nicht mehr gewöhnt und empfinde es fast als störend. Warum habe ich nochmal ein Satellitentelefon dabei?
Stehe im T-Shirt, im Sonnenschein, OHNE Wind auf 2.700 m. Mega! Aber auch nur eine Momentaufnahme, die Wolken ziehen schon rein.
Im Abstieg komme ich am Ibón Alto de Vallibierna vorbei. Sehr hübsch und äußerst biwakgeeignet. Aber – es soll regnen. Heute Abend, heute Nacht und morgen. Da ist die Poncho-Tarp-Kombi echt doof. Ein nasses Zelt als Regenschutz umhängen? No way, das funktioniert doch nicht. Nach langem Zaudern steige ich zur Coronas-Schutzhütte ab.
Werde schon auf dem Weg dorthin nass. Der Regen stoppt just, als ich an der Hütte ankomme (um 19:30 Uhr). Die ist geräumig, sauber, mit großen Fenstern und: ich bin allein! Ein Traum. Also: Sachen zum Trocknen aufhängen, in den Fluss springen, Abendessen machen.
Es ist draußen schon dunkel, da raschelt es komisch. Huscht ein Siebenschläfer durch die Hütte… Der kann ja bleiben, aber bitte nachts keinen Lärm machen! Ich hänge also alles auf und schlafe oben…
21 Uhr: es regnet wieder. So richtig. Finde ich gut. Und gut, dass ich noch gelesen habe, denn bald fängt es an einigen Stellen an durchs Dach zu tropfen. Ich platziere mich strategisch zwischen den Pfützen und freue mich über die trockene Nacht.
Übrigens: Ich bin jetzt in Aragón! Vorbei ist es mit dem katalanisch. Fast schade!









Tag 18 | Refugio Fuente de Coronas – Benasque – Refugio de Viadós
35,81 k | 1.658 ⬈ | 1.828 ⬊ | 08:02 Dauer | 16 Grad, Regen | höchster Punkt: 2.567 m
👍 neue Socken, Kaffee und Einkaufen in Benasque
👎 ausrutschen auf matschigen Trails
So gut im Trockenen mit trockenem Cape zu starten.
Am Camping Aneto fängt es an zu regnen. Dort wollte ich Essen einkaufen, hab nur noch für heute. Der Supermarkt hat aber letzten Sonntag wegen Saisonende geschlossen. Sitze unter dem Dach neben der Rezeption und überlege, was zu tun ist. Weitergehen trotz Regen (richtiger Regen!) und (zu) wenig Essen?
Es kommt ein Auto. Eindeutig, die checken aus. Ich frage, ob sie mich bis Benasque mitnehmen. Klar!
15 Minuten später sitze ich in einer Bar, trinke Kaffee, Colacao und esse Tortilla-Bocadillo. Während es draußen weiterregnet, hänge ich am Strom und am Internet. Im Radio läuft it never rains in Southern California. Bin ich wohl am falschen Ort.
Es ist verlockend, einfach hier im Ort zu bleiben – das Zermatt der Pyrenäen. Aber morgen soll es noch mehr regnen und die Etappe ist anspruchsvoll. Noch länger Pause? Sicher nicht. Außerdem gibt’s einige Refugios auf dem Weg, da kann ich immer noch halten.
Also: Ich ziehe meine eben gekauften Wandersocken an, mache einen schokolade-lastigen Einkauf und versuche, ob mich jemand die 4 Kilometer mit zurück zum Trail / zum Campingplatz nimmt. Nein, die denken alle, ich will nach Frankreich. Also doch laufen.
Es geht wieder durch schöne Berglandschaft. Fast zu spät zum Mittagessen bin ich am Refugio de Estós. Dort ist es kalt, aber trocken. Das Team sitzt gerade selbst beim Essen – es gibt Linsensuppe. Mmmhhh! Ich bekomme eine ganze Terrine hingestellt und schaffe nicht mal die Hälfte.
Jetzt geht es über den nächsten Pass. Zwischendurch hörts auch mal auf zu regnen, ein wenig Sicht habe ich auch – die Bergwelt ist schön! Allerdings muss ich mich ziemlich auf den Weg konzentrieren, es ist matschig und rutschig, mehr als einmal fange ich mich mit einem Telemark oder weniger eleganten Bewegungen auf…
Ich begegne einer der großen Schafherden. Glücklicherweise biegen die nach wenigen hundert Metern wieder vom GR11 ab. Ein matschiger Weg wird nicht besser, wenn 2000 (tausend, ja) Schafe dort entlang laufen…
In Summe hat es weniger geregnet als gedacht, aber mehr als ich wollte. Die Socken und Schuhe sind logischerweise komplett nass, Hose und T-Shirt wiederum sind trocken. Sehr schön.
Wir sind 8 Gäste im 40-Personen-Refugio (bewirtschaftet) und sie stecken uns in: EIN Mini-ACHTERZIMMER. Gut für das Putzpersonal… Drei Franzosen, zwei Spanier und zwei weitere Deutsche (außergewöhnlich viele!) sind wir.
Der Schäfer ist auch da (er ist nur nachts bei der Herde). Wir fragen, ob er es bei dieser großen Anzahl Tiere überhaupt merkt, wenn welche verloren gehen. Antwort: „die laufen ja eh hintereinander her. Und die Dümmeren und Schwächeren kennt man, auf die habe ich ein besonderes Auge“.









Tag 19 | Refugio de Viadós – Parzán
26,28 k | 958 ⬈ | 1.768 ⬊ | 05:14 Dauer | 13 Grad, Regen | höchster Punkt: 2.325 m
👍 die warme Dusche
👎 die fehlende Brücke
Der eine Franzose sagt, dass es nachts viel geregnet hat. Habe ich nicht mitbekommen, glaube ich ihm aber gerne. Das französische Paar ist weg, als ich aufstehe. Sind anscheinend um 5:30 aufgebrochen, weil es nicht geregnet hat. Vermutlich habe ich gut geschlafen.
Hier hängt ein Foto vom Panorama vor der Hütte, das sieht anders aus als mein Foto von gestern:


Ich starte mit nassen Schuhen und nassen Socken. Nach 30 Minuten fängt es wieder an zu regnen, also eh egal.
Die Beine freuen sich auf Pause. Die rechte Wade zwickt. Später dehne ich mich!
Bin gestern und heute an den höchsten Bergen der Pyrenäen vorbeigelaufen und hab nichts von ihnen gesehen. Frustrierend!
Was mich aber motiviert: Bei der Planung hatte ich diese hübsche Pension in Parzán entdeckt und freue mich seit Beginn darauf, dort zu übernachten. Die Karte des Restaurants klingt vielversprechend – das wird gut und motiviert mich, den langen Abstieg durch den Regen schnell hinter mich zu bringen (zusätzlich unterstützt durch Podcasts).
Auf dem Pass gibt es eine Schutzhütte. Ich war gestern versucht, noch bis dorthin zu gehen. Weils schon spät war und die sehr klein ist (2-3 Personen), habe ich es nicht gemacht. Zum Glück! Das Häuschen ist undicht, Wasser steht auf dem Boden, wegen des starken Windes muss die Tür geschlossen bleiben, es ist also stockdunkel. Ein Spanier hat dort übernachtet (er kam auch erst um 20h an) und sah nur mittelglücklich aus.
Jetzt also noch 1.500 Höhenmeter runter. Glücklicherweise auf einfachen Wegen. Aber der Regen wird stärker und irgendwann ist alles nass. Ich habe Hunger und Durst, aber keine Lust anzuhalten. Ich will ins Hotel.
Die Deutschen hatten gestern erzählt, dass die Brücke vor dem Ort fehlt (ist bei den Unwettern Anfang des Monats weggerissen worden) und man über eine gewagte Behelfskonstruktion muss. Wird schon klappen, dachte ich. Schon zwei Wegkurven vorher höre ich den Fluss und freue mich: in 15 Minuten bin ich im Ort, in 30 Minuten habe ich eingekauft, in 45 Minuten stehe ich unter der warmen Dusche – juhu!!
Tja, dann stehe ich vor dem tobenden Fluss. Dahinter ist eine Straße und Zivilisation. Es ist eindeutig, wo die Brücke war und genauso eindeutig: Keine Behelfskonstruktion, nicht mal was Gewagtes. Die wurde in den 30 Regenstunden, seit die Gegenrichtungsinformanten hier vorbeigekommen sind, entweder ebenfalls weggespült oder beseitigt, weil zu gefährlich. Und jetzt? Empfang habe ich seit dem Pass nicht mehr, am Fluss kann man nicht entlanglaufen, weil die Ränder ausgespült sind und dahinter Dickicht kommt. Dann Berg. Die Offlinekarten sagen: keine Chance. Die nächsten Brücken sind über die eingezeichneten Wege eine Tagesreise weg – so mit um Berge herum oder drüber.
Warum gibt’s hier keine Ausweichmarkierung?
Für Verzweiflung bin ich zu nass, aber: was für ein Mist! Ich kann mich nirgendwo unterstellen, um vielleicht auf den Spanier und den Franzosen zu warten, die noch kommen werden. Will ich auch nicht – meine warme Dusche! Was jetzt?
Just in diesem Augenblick sind zwei Wanderer auf der anderen Seite zu sehen. Sie brüllen aus Leibeskräften, das sehe ich allerdings nur, über den Fluss kommt nichts davon an. Ihren Gesten ist aber eindeutig zu entnehmen, dass die Lösung flussaufwärts liegt. Aha, dann gehe ich wohl suchen.
Der eingezäunte und geschlossene Campingplatz wird es nicht sein. Auf dessen Wiese stehen drei Autos – die kommen hier nie wieder weg, solange es keine Brücke gibt…
In der nächsten Kurve liegen zwei Steine übereinander am Wegrand. Ist das ein Steinmännchen? Das könnte auch ansatzweise ein Trampelpfad sein… Ich tauche in die Büsche ab. Zu meiner Überraschung stoße ich nach 100 Metern auf einen betonierten Kanal. Da lässt es sich hervorragend laufen – probieren wir das mal. Und: er führt zu einem Wasserkraftwerk und das hat einen Steg über den Fluss und der Zugang ist offen. Halleluja!
War am Ende einfacher als gedacht und gar nicht so ein großer Umweg, aber man muss es halt wissen…
Das Hostal ist gar nicht so schön, wie es auf der Homepage aussieht und das Restaurant ist wegen Umbau geschlossen. Wenigstens die Dusche ist ein Traum: ordentlicher Wasserdruck und richtig heiß!
Den Restnachmittag verbringe ich lesend im Bett und schaue, was die nächsten Tage auf mich zukommt.
Der Ort besteht aus 20 Häusern, drei Supermärkten, zwei Restaurants (eins eben geschlossen…), einer Tankstelle und einem Hostal – halt das „billig einkaufen“-Dorf direkt hinter der französischen Grenze. Zum Abendessen gehe ich ins offene Restaurant. Das Essen ist gut, aber ich bin Zivilisation nicht mehr gewöhnt: Die Gespräche der erweiterten Großfamilie schätze ich auf etwa 80 Dezibel, die werden aber noch übertroffen von der Handyvideolautstärke der 8jährigen Tochter (von „mit dem Handy RUHIGstellen“ kann man wirklich nicht sprechen). Ich sehne mich nach meiner Bergeinsamkeit und bin so schnell es geht wieder draußen.
Anschließend lasse ich mir eine Badewanne ein. Weil ich kann.








Tag 20 | Parzán – Refugio de la Larri
17,2 k | 1.186 ⬈ | 738 ⬊ | 04:53 Dauer | 19 Grad, Verregneter Vormittag, Auflockerung zum Nachmittag, letzter Regen gegen 15h, dann noch viele/tiefe Wolken | höchster Punkt: 2.151 m
👍 Wolkenpanorama mit Sonne
👎 Rucksackschmerzen. Oder die nassen Füße?
Um 7:30 Uhr ist es an diesem regentrüben Morgen noch ziemlich dunkel.
Mega selbstgemachtes Luxus-Frühstück mit Joghurt, chocolate a la taza, Nüssen und Obst an den Haferflocken.
Face-ID und Touch funktionieren auch heute nicht. Da hat das Handy wohl gestern zu viel Wasser abbekommen. Erstaunt mich zwar, spätestens an der Brücke war mir aber alles egal. Es reicht wirklich mit dem Regen.
Nasse Schuhe, nasse Socken. Bäh. Der eine neue!!! Socke hat schon ein Loch. Na toll.
Noch einen Kaffee in der Bar, dann geht’s los. Drinnen sitzen die Motorradfahrer und trinken Rotwein. Es ist 11 Uhr.
Ich verlasse den Ort bei ansatzweisem Sonnenschein zwischen den tiefhängenden Wolken. Unterwegs tut es noch mal einen ordentlichen Schauer. Auch heute lag ich wieder im Matsch – glücklicherweise an einer ungefährlichen Stelle. Habe nicht mit Ausrutschgefahr gerechnet.
Der Vorteil an den Regenfällen: es gibt überall sehr hübsche Wasserfälle. Wirklich ÜBERALL.
Als ich an der Lari-Hütte ankomme, scheint sogar die Sonne. Mindestens Pause muss sein – heute tun mir die Schultern weh, es ist wieder zu viel Essen im Rucksack… Der Raum ist verraucht und dunkel, die Lust drauf hält sich in Grenzen. Zelten geht hier aber auch und ob ich weiter unten an der Kapelle tatsächlich zelten kann, weiß ich nicht.
Ich schlage das Tarp auf und verbringe den Nachmittag mit lesen – und essen.
Vor bzw. rechts von mir gibt’s 3.000er – da liegt Schnee!











Tag 21 | Refugio de la Larri – Refugio de Góriz
18,7 k | 1.624 ⬈ | 1.028 ⬊ | 08:15 Dauer | 19 Grad, bewölkt-sonnig | höchster Punkt: 2.698 m
👍 die Wolken heben sich und: wow, dieser Canyon ist wirklich unerwartet (und) hübsch
👎 mich stressen Bau- und Leutelärm im Refugio – ich will wieder biwakieren!
Kalt war die Zeltnacht nicht, aber feucht. Nein, nass trifft es besser.
Verstehe immer noch nicht, warum mich der Stoff als Cape trocken hält, als Tarp aber auch innen Wasser tropft.
Start um 07:30, vor 10 min hatte ich noch die Stirnlampe auf.
Die Ermita ist offen, warm und trocken. Mit Kerzenautomat! Weiß nicht, ob ich mich getraut hätte hier zu schlafen. Danach hätte es auch noch Biwakmöglichkeiten gegeben. Egal.
Im Refugio de Pineta gibt’s sehr guten Kaffee. Der Hüttenwirt hat große Freude daran mir AUSFÜHRLICH den Weg zu erklären. Weiß ich alles, bis auf die Frage, ob der „schwierige Weg“ bei Nässe geht. Er redet LANGE von Schnee und rät ab. Im Flur treffe ich zwei, die ihn gestern gemacht haben: kein Schnee, kein Problem.
Die Flussquerung direkt hinter Pineta war vielleicht ein klitzekleines bisschen waghalsig, aber ich wollte keine Stunde außen rumlaufen. Und hab in Neuseeland schon ganz andere Flüsse gequert. 5 Minuten später muss ich für einen Bach nochmal die Schuhe ausziehen.
Was mal ein Weg war, ist jetzt ein Bach. Was mal ein Bach war, ist jetzt ein Wasserfall. Was mal ein Wasserfall war, ist jetzt ein großer Wasserfall 😅.
Ich bin sehr fasziniert, dass die Bergflüsse alle klar sind, trotz des Regens. Nur die großen im Tal sind sediment-grau.
Wunderschöner Aufstieg! Mit Sonne und Wolken und Sicht.
2.200m. Hier ist das Wasser schon weggefallen. Der Fels glitzert noch nass in der Sonne, es läuft aber nicht mehr viel.
Auf dem Pass Añisclo teilt sich der Weg (bis Arrablo): Kürzer und schwer oder länger und einfach, heißt es. Ersterer liegt auch höher – in den Wolken. Ich setze darauf, dass sich das noch ändert und nehme diese Variante. Nach der Anzahl an Schildern mit „Absturzgefahr“ bin ich davon ausgegangen, dass ich mich über schmale Pfade am Fels entlang drücken muss – kam alles nicht, ich habe keine schwere Stelle gefunden.
Dafür aber ein wenig Sicht! Der Monte Perdido hat sich tatsächlich ein paar Sekunden lang gezeigt. Und in die andere Richtung wird jetzt der gletschergemachte Odesa-Canyon sichtbar. Der Nationalpark wird im Wanderführer als „Grand Canyon Spaniens“ bezeichnet, da hatte ich vorsichtshalber mit weniger beeindruckendem gerechnet.
Ich sehe einen Heli zum Refugio fliegen. Das hat häufig keine guten Gründe, aber es ist beruhigend, dass es einen gibt.
Beim Check-In finde ich heraus, dass dieser nur Bauarbeiter zur Hütte gebracht hat. Ein Mallorquiner hatte auf dem Weg zum Monte Perdido allerdings einen Unfall – er ist auf Schnee oder Eis ausgerutscht und wohl eine ganze Weile gesegelt. Jetzt schmerzt die Hüfte und es wurde lange und laut diskutiert, ob er einen Heli rufen kann/darf/sollte – er ist kein Mitglied im Äquivalent zum Alpenverein. Und weil die Straße weggespült ist, ist der Fußweg zum Abholpunkt länger als sonst… Ich weiß nicht, wie es ausgegangen ist.
Der Nachmittag zieht sich. Es wird umgebaut und sowohl der Baulärm als auch die vielen Menschen auf schlecht schallisoliertem Raum sind schwer zu ertragen. Ich hätte gleich aus dem Canyon rauswandern sollen. Góriz ist durchgängig ausgebucht, ohne Vorreservierung geht hier gar nichts. Ich habe kurzfristig einen stornierten Platz bekommen und hab das als Zeichen des Schicksals gesehen, dass ich hier sein soll. Mmmhhh.
Das kann höchstens das Abendessen meinen – da stellt sich heraus, dass der Spanier-Däne, der im Schlafsaal den Sarg über mir hat, Disaster Manager beim Roten Kreuz ist und schon seit Jahren in Bangkok lebt. Vorher war er Brauereien-Berater und Telekommunikationswissenschaftler. Er bekommt die Auszeichnung „spannendster Gesprächspartner“.
Ich lese Big Magic von Elizabeth Gilbert (die von Eat Pray Love). Darin räumt sie einerseits mit vielen Schriftstellermythen auf und versucht andererseits herauszuarbeiten, wie man viel Kreativitäts-Flow abbekommen kann. Über ein Konzept denke ich viel nach: Der Genius (hier gemeint als eine Idee, eine Inspiration) ist ein eigenständiges Wesen. Es bin nicht ICH, die diese Idee hat (oder nicht), sondern er klopft bei mir an und fragt, ob er durch mich die Idee zum Leben erwecken kann. Bei einem „ja“ erwartet er volles Commitment, sonst geht die Idee vielleicht wieder (weiter, zu einem anderen Menschen). Die Menschen, die wir als besonders kreativ bezeichnen, sind also vielleicht einfach offener für die Geniusse, die uns umgeben. Mir gefällt das. (Kann man in ihrem TED-Talk your elusive genius ausführlicher anhören.)












Tag 22 | Refugio de Góriz – Ibones Altos de los Batanes
43,1 k | 1.779 ⬈ | 1.552 ⬊ | 10:40 Dauer | 19 Grad, Regen am Morgen, dann immer sonniger | höchster Punkt: 2.433 m
👍 der sonnig klare Nachmittag, der Weg zwischen der Brücke und Bujaruelo
👎 das Gefühl, zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen zu sein (wegen der Bergblicke und dem Canyon)
Gut, dass ich kein Frühstück genommen habe. Saß mit meinen Haferflocken mit am Tisch und habe ohne Neid auf die Teller der anderen geschaut. Zwieback, Schinken und Tortilla de patatas. Mehr gabs nicht, nicht mal Marmelade oder Käse.
Mit trockenen Socken geht es in die nassen Schuhe. Kurz nach Start fängt es an zu regnen – he, der war nicht vorhergesagt! Außerdem ist es deutlich bedeckter als es ein sollte, es wird nichts mit dem Hammerblick auf den Canyon.
Den Jägersteig, der als längere, aber panoramigere Alternative zum normalen Weg beschrieben wird, nehme ich nicht: zu viele Wolken und ich muss vorwärtskommen, wenn ich die 66 Kilometer bis Sallent in zwei Tagen schaffen möchte. Ein wenig habe ich es bereut. Zum einen ist der Touri-Weg durch den Nationalpark ganz schön langweilig (Wald gibt’s auf Jägersteighöhe allerdings auch, vielleicht wäre es gar nicht unbedingt besser), zum anderen wird es grade schön, als ich am Nationalparkeingang angekommen bin. War wohl zu früh dran.
Die 3.000er hängen weiter in den Wolken, die wollen einfach wirklich nicht, dass ich sie sehe.
Der Monte Perdido (verlorener Berg) heißt übrigens so, weil er nur aus wenigen Perspektiven sichtbar ist – obwohl er mit 3.355m der dritthöchste Berg der Pyrenäen ist. Aus Frankreich sieht man ihn gar nicht. Aus eigener Erfahrung: auch auf der spanischen Seite ist sein Anblick keine Selbstverständlichkeit…
Was sich nicht übersehen lässt: Das Laub färbt sich, es ist Herbst.
Bin doch froh, dass ich so früh unterwegs war, immerhin hatte ich den Park für mich. Autos dürfen nicht bis hochfahren, die Touris müssen in Torla loslaufen. Und von denen gibt’s jetzt viele. Alle 50 bis 100 Meter kommen mir Menschen entgegen. Ich wechsle zwischen Hola, buenos dias, buen dia und buenas tardes (auch wenn’s dafür noch bissl früh ist) ab. Anstrengend! Übrigens, und das habe ich auch in den Alpen schon oft beobachtet: Männer grüßen deutlich häufiger als Frauen. Vor allem, wenn sie als Paar unterwegs sind.
An einer romanischen Brücke verlasse ich den Ameisenpfad und beginne den Aufstieg Richtung Bujaruelo. Und es wird so wunderschön! Es scheint hier geregnet zu haben und es ist schwitzig dampfig, aber egal. Manche Stellen scheinen mir ausgesetzter als die (angeblich so) schwierigen Stellen vor Góriz, das macht es abwechslungsreich. Meine Begleitung für den Rest des Tages ist der Fluss Ara ( auch der ist – wenig überraschend – in die andere Richtung unterwegs). Was für ein Prachtstück: kräftig, klar, kalt. Ich fußbade mehr als einmal im türkisfarbenen Wasser.
Das Refugio ist ein hübscher alter Steinbau, an den auch ein Campingplatz und ein Restaurant angeschlossen sind. So viele Menschen, aber es ist so friedlich und entspannte Wochenendstimmung. Nach einem frühen Mittagessen geht’s weiter.
Weiter bergauf. Alles mit angenehmer Steigung auf guten Wegen. Perfekt für die lange Etappe heute, ich komme gut voran. Ich bin wieder höher und „draußen“ und bekomme doch ein paar 3.000er zu Gesicht. Wie schön! Hallo, Montferrato, Cerbillona und Vignemale!
Der Rucksack sitzt gar nicht. Nach drei Wochen, ernsthaft? Diesmal ist es links am unteren Rücken. Meine Erklärung (auch, warum er mir schwerer vorkommt): Ich fühle mich so dünn. Wenn ich tatsächlich 5 Kilo weniger wiege, dann beeinflusst das ja die Ratio zum Rucksackgewicht…
Hätte gern Tipps, wo ich diese Nacht schlafen kann. An welchem See. Es begegnen mir in dieser Reihenfolge:
- Ein Typ in weißen Crocs – die Wanderschuhe hängen am Rucksack, der scheint andere Probleme zu haben
- Zwei Typen mit Eispickeln am Rucksack – die kommen wohl vom Berg und nicht von den Seen
- Zwei Typen mit großem Rucksack – kamen aus Gavarnie, der Abzweig ist auch vor den Seen
Also kein See-Biwak-Vorab-Tipp.
Hatte die Hoffnung schon aufgegeben und mich nur noch an der schönen Gras-/Hügel-/Berglandschaft erfreut, da kommen Martin und Heike. „Am oberen See“ sagen sie und haben außerdem noch einen Unterkunftstipp für Sallent. Die beiden sind ohne Spanisch- oder Englischkenntnisse unterwegs. Das finde ich krass und mutig. Sie, dass ich das allein mache. So hat jeder seins.
Oh, wie ist das herrlich mit dem blauen Himmel und dem freien Blick. Stelle fest, dass man sogar Schneeberge weit entfernt sieht.
Endlich zelte ich auch (mal wieder) an einem See. Und endlich passt mal eine mit Steinen umrandete Biwakstelle zu meinen Plänen. Juhu! Die scheint öfter in Gebrauch zu sein, das Gras ist platt und nicht mehr spitzig.
Erstmal in den See! Tut gut, auch wenn ich das für die nächste Stunde bereue. Mir ist zittrig kalt, während ich das Tarp aufbaue, die Isomatte aufblase (schaff ich kaum), und mich in den Quilt wickle. Als ich dann den Couscous mit Röstzwiebeln im Magen habe und der Quilt seine Bauschkraft voll entfaltet ist für einen Moment alles wunderbar. Dann…
Regnet es kräftig. Das war nicht vorgesehen! Und bringt mich um den Sonnenuntergang, auf den ich mich sehr gefreut hatte. Gut, dass ich das Tarp schon nachgespannt hatte, muss nur die Klamotten ins Trockene holen.
Ich wusste nicht, dass Zähneputzen auch im Liegen geht.
21 Uhr. Warum bin ich nach diesem Tag nicht hundemüde? Ich versuche mal zu schlafen.














Tag 23 | Ibones Altos de los Batanes – Sallent de Gállego
30 k | 1.257 ⬈ | 2.381 ⬊ | 09:16 Dauer | 16 Grad, bewölkt | höchster Punkt: 2.756 m
👍 tragischerweise: Ankommen in Sallent
👎 der Wind in der Nacht
Ich war gut eingeschlafen, aber um Mitternacht weckt mich der Regen. Der eh schon kräftige Wind legt nochmal ordentlich zu. Ich konnte die Böen weiter unten am Berg schon hören und zwei Sekunden später rattert und flattert mein Tarp. Aushalten tut es das und trocken bleibt es so auch, aber es schläft sich schlecht, wenn in unregelmäßigen Abständen direkt neben dem Kopf ein alter Traktor angeworfen wird. Da hilft kuschelig warm und trocken nicht.
Der Wind ignoriert meine Verhandlungsversuche und hört nicht auf. Um halb sieben habe ich keine Lust mehr. Wie schnell packen gehen kann, wenn es ungemütlich ist… Ich starte mit Stirnlampe.
Die Berge verstecken sich wieder hinter einem Wolkenvorhang, der sich leider nicht zum Abschied heben möchte. Vermutlich klart es am späteren Vormittag (wieder) auf, aber bleiben/warten ist keine Option.
Es bleibt frisch bei meiner Felsblockspringerei und vorsichtigem Fußsetzen auf abschüssigen Wegen. Ich brauche 1,5 Stunden für 3,5 km.
Verzichte auf den Abstieg nach Baños de Panticosa und nehme den abenteuerlicheren und direkteren (ebenfalls markierten) Weg entlang eines Eisenrohrs, durch Tunnel und über Wasserrillenplatten. Das macht mehr Spaß, ist aber auch nicht schnell.
Im Refugio de Bachimaña gibt’s Bocadillo con Tortilla española und einen Kaffee. Und: ich bin allein und hier ist geheizt. Aaaahhh!
Manchmal ist erkennbar, dass eigentlich gutes Wetter ist und „nur“ die tiefhängende Wolkenschicht das Problem ist. Hilft aber nichts, die ist die meiste Zeit überall.
Noch mehr als sonst werden für diese Etappe im Wanderführer die beeindruckenden Gipfel aufgeführt, die man alle sehen könnte. Vielleicht braucht es die Sicht auf die Spitzen, um den Abschnitt so toll zu finden? Oder ich bin gesättigt – das Panorama ist nett, aber nicht spektakulär?!
Ich erwarte aber auch nichts Spektakuläres und starte eine Podcastdauersession.
Der schwierigste Pass des GR11 liegt vor mir – nicht lang, aber tatsächlich auf beiden Seiten steil (auf der Respomuso-Seite seilversichert). Restschnee gabs auch noch – glücklicherweise nur links und rechts. So war es vor allem ungemütlich windig und wenig aussichtsreich, aber nicht wirklich schwer.
Damit beginnt der Abstieg nach Sallent. Der zieht sich endlos – selbst mit einer heiße-Schokoladenpause im Refugio Respomuso. Vorher macht der Weg gefühlt unnütze Schleifen, danach ist er unerwartet steinig, schönes Ausschreiten geht leider nicht. Man läuft aber ganz hübsch oberhalb eines Flusses und folgt dessen Verlauf.
Endlich: Sallent de Gallego! Ich gehe zielstrebig zur empfohlenen Pension. Bin davon ausgegangen, dass (wie überall) natürlich Platz sein wird. Aber: für beide Nächte bekomme ich das letzte Zimmer! Es wird noch umdisponiert, Heidi (die 5jährige Tochter der Inhaber) muss Papa dringend wichtige Fragen stellen und dann gibt’s viel zu Gästeküche, Aufenthaltsraum und Heizung zu erklären. Es dauert, bis ich meine Schuhe ausziehen kann, weiß aber schon: das ist der perfekte Ort für einen Regentag. Ich mache das Fenster auf: es nieselt. Wow, das war ne Punktlandung.
Und auf einmal bin ich sooo fertig. Will essen und schlafen. Na gut, duschen. Aber auch noch Wäsche waschen? Puh…
Mir bleibt nichts anderes übrig, als erstmal den Rucksack leer zu essen. Die Mittagessenszeit habe ich grad verpasst, zwischen 17 und 20 Uhr gibt’s spanisches-Dorf-typisch nirgendwo etwas. Also doch Wäsche waschen und später Essen. Ich schaffe es, sogar die Biwak-„Nachtklamotten“, also die Leggings, das Langarmshirt und mein als Kopfkissenbezug zweckentfremdetes T-Shirt zu waschen. Zum ersten Mal seit Start, wohlgemerkt.










Tag 24 | REGENPAUSE | Sallent de Gállego
👍 Frühstück und Aufenthaltsraum
👎 es hätte ruhig noch mehr regnen dürfen
Es ist ein herrliches Gefühl, wenn es beim Aufwachen wie aus Eimern schüttet – und ich in einem warmen Bett, in einem gemütlichen Haus liege und weiß, dass ich nicht vor die Tür muss.
Mission für den Tag: Socken stopfen, Hose nähen, essen, lesen, Regenhose waschen und kleben, Fotos aussortieren, kindleunlimited kündigen, Plan für die letzten Tage erstellen.
In einer Regenpause spaziere ich zum Aussichtspunkt. Auf dem Weg begegne ich glücklicherweise Kühen, könnte ja sonst Entzugserscheinungen bekommen. Außerdem mache ich einen Bäckerstopp und einen Rundgang durchs Dorf mit den vielen alten Steinhäusern. Sallent ist touristisch. Zwei Reisebusse sind da, aus dem zweiten schwemmt gerade ein Meer aus grauen Haaren.
Es tut nichts weh, aber ich merke die anstrengenden letzten beiden Tage.
Beim Einkaufen läuft im Radio Bruno Mars: today I don’t feel like doing anything. I just want to lie in my bed. Passt zu diesem Tag.
Der Tag geht viel zu schnell rum, erst nach dem Abendessen komme ich zum Lesen.
Insgesamt frage ich mich, wo die Zeit hin ist. Es sind schon drei Wochen um und ich habe noch über überhaupt nichts nachgedacht.
Außer über die verbleibenden Etappen. Laut Track sind es noch 236 Kilometer, ich möchte gern am Freitag ankommen, um das Wochenende mit meinen Freunden zu haben. Das heißt: noch 8 Tage, also 33 Kilometer im Schnitt. Bei weiterhin >1000 Höhenmetern pro Tag. Eingelaufen sollte das jetzt ja gehen… Draußen hört jemand sehr laut I do it my way und ich wünsche mir gutes Wetter als Unterstützung.
Aber wer wird schon jammern wollen?! Ich lese in Cape to Cape (Rekordradfahrt vom Nordkap nach Kapstadt), dass Jonas Deichmann in Aserbaidschan eine Speiche am Rad bricht. Was sagt er dazu? „Morgen sind wir schon im Iran“. Das heißt: es „sind nur noch 400 Kilometer bis zum nächsten guten Radladen“. Danke für die Perspektive.




✅ nach 23 Wandertagen: 604 km | 35.410 HM

(Hinweis 1: die Fotos verzerren den Blick aufs Wetter natürlich. Im Regen gibt’s weniger schöne Fotomotive und ich habe keine Lust stehen zu bleiben. Insofern gibt’s vor allem Fotos mit blauem Himmel.
Hinweis 2: Die Dauer meiner Etappen ist mal brutto, mal netto, mal halb/halb. Ich habe sehr inkonsequent in Pausen auf Pause gedrückt.)
So gehts weiter:
Rund um den GR11 und die Transpirenaica kannst du hier weiterlesen:
> Zu Fuß über die Pyrenäen: Welche Wege gibt es, wann, warum, wie, …?
> Tourenbericht Tage 0-7: Wald und Regen auf dem Weg von Banyuls-sur-mer nach Puigcerdà
> Tage 8-16: Besseres Wetter, Andorra und ein aufregender Abstecher auf die HRP
> Tage 17-24: Unsichtbare Berge, lange Etappen, Höhen und Tiefen
> Tage 25-31: Emotionaler Endspurt zum Atlantik
> Klar, die Packliste für den GR11 gibt’s auch!
Oder dir bei Komoot meine geplanten Route(n) anschauen: GR11 / Transpirenaica-Collection
Spannende Themen!
Ich möchte keinen Beitrag mehr verpassen, bin aber auch zu faul, hier regelmäßig nachzuschauen… Eine E-Mailbenachrichtung bei neuen Posts wäre toll!
