So schnell vergeht ein halbes Jahr und so deutlich hat es gezeigt, dass nicht alles geht (zugegeben, die Erkenntnis ist nicht neu). Ich habe zwar einige Artikelideen notiert, aber nichts geschrieben. Werde mich bei diesem Eintrag auch mehr auf Bilder stützen…

Ob es mit dem Blog wieder so richtig losgeht weiß ich nicht. Schon möglich, denn in wenigen Wochen geht es wieder mit dem Rucksack in die weite Welt. Yeah!

Mein Sommer bestand aus viel Arbeiten und viel Draußen sein. Zweiteres ist nicht nur besser als vor dem Computer sitzen, es war fantastisch. Zum einen, weil es tolle Ausflüge und Reisen im Alpenraum waren und, weil ich viele Sachen ausprobiert und gelernt habe (wichtig! Siehe eigener Tag „Erste Male“).

Im Sportkletterbereich (also so max. 30 Meter die Wand hoch, dann wieder runter) bin ich ja schon seit ein paar Jahren unterwegs. Jetzt kamen größere Wände übers Mehrseillängenklettern hinzu – also mehrere Routen, die direkt hintereinander (übereinander) geklettert werden. Da waren es auch mal 300 Meter, die wir am Stück nach oben gekraxelt sind. Damit alles sicher ist, braucht man mehr Material und muss dann gut damit umgehen können. Das klappt mittlerweile flüssig.

Im Gegensatz zur Halle bzw. Sportkletterrouten gibt es in Mehrseillängentouren oft keine Zwischensicherungen. Das bedeutet, dass man mit Klemmkeilen, Bandschlingen, Friends und Co. „mobil absichert“. Und, dass man nicht den Haken hinterher klettern kann, sondern den Weg durch die Wand selbst finden muss. Offensichtlich nicht meine größte Stärke, fällt mir aber schwer zu akzeptieren.

Bei allem Verklettern ist glücklicherweise nie etwas passiert. Nur meinem Handy. Das ist (ohne mich) gefallen und hat den 150 Meter Sturz natürlich nicht überlebt. Ups.

Und es ist jedes Mal spannend, wie die Tour tatsächlich wird. Das geht ja über die Schwierigkeitsangabe hinaus: Felsqualität, Ausgesetztheit, Tagesform, … Dann ist es manchmal sogar ein bisschen langweilig, weil die Herausforderung fehlt. Oder ich heule, weil ich überfordert und sauer auf mich bin. Aber glücklicherweise meistens: Flow! Wenn es anstrengend ist, aber läuft und Spaß macht.

Sommer ist außerdem Hochtourenzeit, also das Wandern und Klettern mit Steigeisen und Pickel auf/über Gletscher. Durch die Trockenheit war das keine gute Saison. Die (noch) extreme(re) Gletscherschmelze hat unter anderem zur Folge, dass (sehr große) Felsbrocken lose werden, die bisher durch das Eis an Ort und Stelle gehalten wurden. Im Juli waren wir auf der Cosmiques-Hütte über Chamonix. Dort fehlten drei Meter Schnee (im Vergleich zu den Vorjahren) und die häufige(re)n Felslawinen haben zu Weg- und Bergsperrungen geführt. Wir haben unsere Pläne angepasst und hatten die Mont Blanc (4808m, höchster Berg Europas) Gipfelgelegenheit. Mein erster Viertausender! Nach 13 Stunden waren wir wohlbehalten wieder auf der Hütte. Dass man für diese Tour um 1 Uhr morgens aufsteht, frühstückt und mit Stirnlampe losläuft, sorgt für Expeditionsfeeling light (auch wenn wir natürlich nur der gut ausgetretenen Spur gefolgt sind…) Und es ist ein wunderbarer Moment, wenn auf über 4000 Meter, der Gipfel schon in Sichtweite, die Sonne aufgeht. Wow!!!

Eisgeräte hatte ich auch zum ersten Mal in der Hand – ich finde es ja absurd, dass man mit den Frontalzacken der Steigeisen und zwei speziellen Pickeln Eiswände hochklettern kann. Noch absurder, dass ICH das mache. Naja, an einer Miniwand. Sehr geneigt. Einsteigergerecht… Mal sehen, was der kommende Winter in diese Richtung noch zu bieten hat.

Was hast du diesen Sommer schönes erlebt? Worauf freust du dich?


Spannende Themen!

Ich möchte keinen Beitrag mehr verpassen, bin aber auch zu faul, hier regelmäßig nachzuschauen… Eine E-Mailbenachrichtung bei neuen Posts wäre toll!

Wird verarbeitet …
Danke! Wir lesen uns dann bald…

Kommentar verfassen