Vergangene Woche hat mir Firefox einen FAZ-Artikel in meinen Feed gepusht. Das machen die hervorragend, fast immer interessieren mich die Themen.

Diesmal. Hat es mich wirklich erwischt. Ich klicke, ich lese, ich bin fasziniert. Erst recht spät im Text erfährt man, dass diese Über-den-Atlantik-Ruder-Challenge durchaus gedacht ist für Leute, die nicht in einem Ruderboot aufgewachsen sind. Jetzt will ich auch.

Hier erst einmal der Link zum Artikel über die Wellenbrecherinnen und das Rennen. Und ein kurzes Video:

FAZ-Teaserfilm über die Vier und das Rennen

Von dort habe ich mit weiter gegooglet und die drei 15-Minuten Videos der ZDF Sportreportage über die vier Frauen angeschaut (Teil 1). Und wollte immer noch 🙂

Meine übermotivierte Faszination hat gestern einen leichten Knacks bekommen, als ich die Videosequenzen von einer Segelanreise nach Grönland gesehen habe. Ui. Das Meer ist nicht barmherzig… Nach dem Vortrag habe ich aber mit dem Grönland-Expediteur gesprochen (Der konnte vorher auch nicht segeln). Und: er hat Lust mitzumachen und kann bisher auch nicht rudern. Läuft!
Also, wer noch ein oder zwei Teammitglieder sucht: HIER! Ich bin prädestiniert für die Aufgabengebiete gute Laune und Motivation, Muscheln vom Boot kratzen, Orga und Logistik. Und Essen kochen. Schreibt mir einfach.

Nicht zu vergessen: Glückwunsch und meinen größten Respekt an die vier Mädels! Ich freue mich schon sehr auf den Kinofilm, mir war das nämlich alles zu wenig Info bisher. Von den was ich gesehen habe, hat mich am meisten beeindruckt, wie gut die das als Team hinbekommen haben. Im Training und während des Rennens haben sie ja unfassbar viel Zeit miteinander verbracht und es war sicher nicht immer einfach. Aber sie sind als Team von Bord gegangen – wow!

Seitdem ich von den Wellenbrecherinnen gelesen habe, frage ich mich, was mich an der furchtbaren Vorstellung von 40 Tagen auf dem Wasser, ohne Abwechslung, auf engem Raum und mit Tütenessen so fasziniert. Bekanntermaßen bin ich eher Bergmensch und finde Salzwasser doof. Vor zwei Jahren, als die Teilzeitabenteurer mich gefragt haben, ob ich mit auf die Mongol Rally komme, war ich nicht ansatzweise so versucht. Dabei ist das mit Überland reisen etc. doch eigentlich mein Terrain (und ich kenne und mag die Teamkollegen).

Vermutlich liegt es an der sportlichen Herausforderung. Und dass es schlichtweg verrückt ist. Im Boot wird ja nonstop gerudert. Es gibt keine Tag-/Nachtrhythmus, sondern einen Zweistundenrhythmus. Also ist es letztendlich die Frage: wieviel hält mein Körper (und mein Geist) eigentlich aus und was macht die Situation mit mir?

Ihr müsst euch jetzt aber nicht so viele Sorgen machen. Die Vorbereitungszeit beträgt 1,5 Jahre – ich bin also nicht gleich morgen weg. Und vielleicht packt mir Firefox einfach weiterhin gute, aber praktikablere Projektideen auf die Startseite, die mich von dieser Idee ablenken…