Da wurde es auf dem Blog auf einmal stiller als gedacht. Für länger als gedacht. Das liegt nicht daran, dass nichts berichtenswertes passiert wäre.

Im Gegenteil!

Der Juli hatte es in sich. Mit Nachmietersuche, dem Nowhere-Festival und dem Abschied von Doro war ja an sich – geplant – schon genug los.

Und dann… Dann kam die große Überraschung gleich zu Beginn des Monats. Wir – das heißt: die Firma – wurden verkauft.

Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet, schließlich lässt das Top-Management des Mutterkonzerns keine Gelegenheit aus zu erwähnen, wie sehr das Wohl des einzelnen Mitarbeiters ihnen am Herzen liegt. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage war ich gedanklich auf Veränderungen vorbereitet, aber nicht auf diese. Und es stürzten für mich in wenigen Minuten mehrere Welten ein.

Innerhalb von vier Arbeitstagen musste ich mich dann zwischen zwei Unternehmen mit ziemlich unklaren Jobbeschreibungen entscheiden. Das bedeutete auf der einen Seite viele Abschiede, auf der anderen ein überstürzter erster Arbeitstag. Gefolgt von der Einarbeitung in neue Themen und der Übernahme von zwei Projekten… So schnell kann es gehen.

Während ich es einerseits so richtig ungerecht finden möchte, ist mir doch bewusst, dass ich auf hohem Niveau jammere: ich habe weiterhin einen unbefristeten, adäquaten und ordentlich bezahlten Job. Und schon klappt es mit dem hemmungslosen Jammern nicht mehr richtig…

Gerade als ich mich von diesem überfordernden Juli verabschieden wollte, geschah noch ein Radunfall (im Straßenverkehr, beim Abbiegen. Also kein „wildes Hobby“), den ich mit Schürfwunden folgenlos überstanden habe, der aber psychisch etwas nachwirkt.

Psychisch ist auch bei einigen Freunden viel los, woraus erhöhter Kommunikationsbedarf resultiert. Und dann stellt man wieder fest, dass das Leben (und Freundschaften) auch solche Zeiten braucht.

Eher nebenher gab es dann noch erste Male und Berge. Es gibt also (noch) mehr zu berichten.