Ein typisches Frühstück hier ist Mas Huni. Thunfisch, geraspelte Kokosknuss und Chili als Salat gemischt. Dazu Chapatti. Mega! Dann noch ein Obstsalat, ein Kaffee, eine dicke Schicht Sonnencreme und – ab an den Strand und ins Wasser!

Habe meine sechs Nächte hier zwischen zwei Inseln und zwei Urlaubsarten aufgeteilt. Auf Empfehlung von 3Passes-Jan habe ich ein Guesthouse auf Dhigurah gebucht. Das ist eine der bewohnten Inseln (600 Leute) ohne Hausriff. Bedeutet, man macht Ausflüge zu unterschiedlichen Spots zum Schnorcheln. Den Gedanken, direkt vom Strand nach eigenem Gutdünken loszuschnorcheln fand ich aber auch sehr attraktiv, deshalb wurde es für den zweiten Teil die Resortinsel Embudu (eine der drei günstigsten).

Und ich muss sagen: Embudu hat gewonnen. Da hat auch das Wetter geholfen. Denn der erste Tag auf Dhigurah war noch verregnet/grau…. Eine untypische Schlechtwetterperiode (und gerade rollt die nächste an) hat die Walhaie vertrieben, die man von Dhigurah einfach hätte besuchen können. Moskitos wiederum gabs in Mengen. Auf der Plusseite standen ein sehr schönes Guesthouse mit klasse Personal und eine Insel mit Möglichkeiten, und die Manta Rays, die ich beim ersten Ausflug gesehen habe.

Tragischerweise hat hier auch die kleine, wasserfeste Kamera, die seit Hawaii im Einsatz ist und damals ja auch gleich drei Wochen einsam in der alaskanischen Wildnis bei den Bären überleben musste, so halb ihren Geist aufgegeben. Sie macht noch (schlechte) Bilder, das Display ist aber futsch und ich kann auch nichts mehr einstellen… 😦

Auf Embudu gibt es keine Moskitos, dreimal am Tag Buffett mit viel frischem Obst und vor der Haustür viele Fische, Riffhaie und ab und zu auch mal eine Schildkröte. Sehr fein!

Allerdings – das betrifft aber alle Malediven-Inseln, sind die Korallen futsch. El Nino hat 2016 eine Korallenbleiche verursacht und jetzt sieht es ganz schön traurig aus. An ein paar Stellen wächst langsam wieder farbiges nach, aber es sieht nicht aus wie bei Nemo (Clownfische gibts aber)…

Ein weiterer Schock sind die Preise (vor allem, wenn man aus Indien kommt). Meine Betrachtung, dass Indien das normale Leben ist und die Malediven der Urlaub, hat sich als treffend herausgestellt.

Deswegen wird auch nicht weiter gejammert, sondern der Urlaub genossen! Ab ins Badewannenmeer, mit Blick auf weißen Sandstrand, Palmen und türkisfarbenes Meer noch mal tief durchgeatmet, Flossen und Schnorchel dran und ab ins dunkelblaue Wasser! Der Moment, in dem man über die Riffkante gleitet ist fast der schnönste. Und dann muss man sich überraschen lassen… Mein Erfolgsrezept: Mit Ali schnorcheln gehen. Als SEK-Mann UND Taucher ist er zu Recht deutlich besser im spotten. Ich sag nur Schildkröte… Gruß!

Ah, und ich muss noch beichten: ich bin kein besserer Mensch geworden. Saß heute morgen um halb 7 auf dem Jetty, hab den Sonnenaufgang an- und den Babhaien beim Jagen zugeschaut. Und da kamen die ersten (Deutschen) und haben auf dem Weg zum Frühstück die Handtücher reservierend über den Sonnenliegen ausgebreitet. Ein paar lagen auch schon da (von gestern?). Und eine Stunde später hat es auf einmal einen ordentlichen Regenschauer gegeben. Ich saß Kaffeetrinkend trocken auf meiner Terrasse und war beim Gedanken an die vielen nassen Strandtücher sehr sehr schadenfroh :).

Der letzte Tag hielt noch mal Strömungsschnorcheln, eine große Schildkröte und zwei Riffhaie, sowie (auf einem Ausflug) Sting Rays, Ammenhaie und Delfine bereit. Ich steige glücklich in den Flieger nach Hause.

(die Fotoauswahl wird der Realität nicht gerecht. Ich hab noch nicht alles gesichtet – aber es würde nicht so viel besser werden, befürchte ich. Ihr werdet mich schwärmen hören müssen :))