Hier ist es passiert. War ja noch nie jemand der auf Reisen Feiern geht, aber jedesmal ist da doch dieser eine Abend, der aus dem Ruder läuft. Dem Sundower mit den Australiern, die ich aus Pondy kenne, folgten einige Flaschen Kingfisher Strong (Standardgröße 850 ml, 8%) sowohl während des Barbecues im Hostel (mmmhh, Ananas, Käse und Garnelen…) als auch danach. Kerala ist übrigens auch ein (fast) dry state. Und hat eine kommunistische Regierung.

Viel spannendes lässt sich aus Varkala nicht berichten. Es gab wieder Pilger zu beobachten. Und da der Ort gleichzeitig Backpacker-Hochburg ist, gibt es jede Menge „schöne“ Cafés und Cappuccino wird hier mit einem Doubleshot richtigem Kaffee gemacht. Yeah! Weil es so gemütlich ist, bleiben viele hängen.

Mir war es zu heiß (und die Zeit zu knapp) und so bin ich verkatert Richtung Backwaters aufgebrochen.

Munroe Island ist sehr untouristisch und die Backwaters sind einfach wunderschön. War mit auf einer Kanutour durch größere und kleinere Kanäle und am Morgen alleine mit dem Kayak unterwegs. Der Slogan des „Resorts“ ist Wake up to the sound of nature, natürlich ist man (jaaa, auch viele Vögel) aber mit Tempel- und Kirchenlautsprechen ins Bett gegangen und aufgestanden.

Der letzte Monsoon war recht heftig und gepaart mit zahlreichen menschlichen Fehlern ist Kerala von schlimmen Überschwemmungen mit Toten und natürlich riesigem wirtschaftlichen Schaden heimgesucht worden. Aber selbst in den Backwaters, wo es besonders schlimm war, konnte ich keine Spuren entdecken (wobei ich wiederum auch nicht weiß, wie es vorher aussah). Aus den Resortleuten (die sonst viel geredet haben) war nicht viel herauszubekommen.

Habe ich erwähnt, dass es sehr heiß ist? Tagsüber konnte man es nur im Luftzug direkt am Fluss, oder in einem klimatisierten Zimmer aushalten. Schade, sonst hätte man hier hervorragend ein paar Tage verbringen können.