… an der Südspitze Indiens. Zumindest geografisch kann es jetzt nur noch aufwärts gehen, hehehe.

Und tatsächlich ist es doch ähnlich zu Rameswaran und sowieso war ich an den Orten zu kurz (in Kanyakumari nur 5 Stunden) – es verschwimmt alles in meinem Kopf. Erst die Fotos sortieren die Orte wieder auseinander. Und mir kommt es stark so vor, als ob hier jede Stadt „einer der wichtigesten Pilgerorte in Südindien“ ist.

Auf dem Weg hierher ist mir auch schockartig gekommen, dass ich nur noch 18 Tage in Indien bin. Dabei wollte ich doch NOCH SO VIEL machen! Und dann ist mir aufgefallen, dass bei einem normalen drei Wochen-Urlaub das genau die Zeit wäre, die ich INSGESAMT hätte. Und manche machen in der Zeit das ganze Land. Ich finde, es reicht nicht mal für Kerala.

Genug pilopsophiert, wie war jetzt Kanyakumari?!

Es ist Sonntagmorgen, 05:30. Die Kirche ist gerammelt voll – auf den wenigen Bänken ist noch etwas Platz, im Schneidersitz auf dem Boden ist es aber gemütlicher. Vor den Türen sammeln sich die Flipflops. Und auch hier bekommt man noch alles mit, die Mikrofone werden auch nach draußen übertragen. Wer im Viertel wohnt, kann die Predigt auch im Bett hören. Bildschirme für den indirekten Blick aufs Geschehen gibts aber nur innen.

Es ist auch – mal wieder – ein Hindu-Pilgerort, das geht natürlich auch nicht ohne Lautsprecherverstärkte Gesänge und Musik. Mindestens ein Muezzin war mit Sicherheit irgendwann auch mal dabei.

Das eigentlich spektakuläre ist doch, dsas man hier Sonnenauf- UND -untergang über dem Meer sehen kann (wenn man lang genug bleibt :)). Der Aufgang war tatsächlich sehr scenic. Hier haben es auch die Inder geschafft, rechtzeitig aufzustehen, es war wirklich viel los.

Und als ich dann gefrühstückt hatte, auf dem Aussichtsturm war, im Wandering Monk Museum (über Swami Vivekananda) und noch einen Kaffee getrunken hatte war gefühlt auch alles getan. Vor allem war es heiß und ich konnte nicht in AC-gekühlte Räume flüchten. Also Zeit, wieder Richtung Norden zu verschwinden (vielleicht ist es da nicht ganz so drückend schwül-heiß).

Meinen Rucksack hatte ich am Bahnhof im cloak room deponiert. Besonders charmant jedoch, dass er als clock room ausgeschildert war.