Ich war auf jeden Fall nah genug, um eine Welcome to Sri Lanka-SMS zu bekommen 🙂 Die Landzunge trennt zunächst noch die Bay of Bengal vom Indischen Ozean, aber am Ende treffen sie sich doch. Und irgendwann mal konnte man mal bis Sri Lanka gehen…

Rameswaran wurde eigentlich wegen einer makabren „Sehenswürdigkeit“ Teil meiner Route. Viel Land ging bei einer Katastrophe 1964 verloren, als Danushkodi, eine prosperierende Hafenstadt, wurde von einem Zyklon überrollt und völlig plattgemacht wurde. Heute stehen noch einzelne Ruinenmauern der Kirche, des Bahnhofs und von ein paar weiteren Gebäuden in der Dünenlandschaft. Drum herum haben sich wieder Leute angesiedelt (Fischer und Souvenirverkäufer), die in Palmwedelhütten wohnen, aber durch Satschüsseln und Solarzellen (macht hier Sinn!) auf den Dächern durchaus an die Zivilisation angebunden sind. Durch die unzähligen Verkaufsstände hat es sich aber wenig katastophal angefühlt.

Alle anderen außer mir waren eignetlich zum pilgern hier (Haben den Ausflug dann aber natürlich auch gemacht). Am Tempel war ich auch kurz, aber es war mir zuviel Gewusel. Erstaunlich friedlich war es wiederum an einem kleineren Tempel außerhalb der Stadt, zu dem ein überraschend angenehmer Spaziergang geführt hat. Dort habe ich Jim aus Kanada getroffen. Wir waren wohl die einzigen Westler in der Stadt (er hat in drei Tagen außer mir keinen getroffen).

Und dann war ich nach 12 Stunden und einer Busfahrt über die 2km lange Indira Gandhi Brücke (die Eisenbahnbrücke war wegen Arbeiten gesperrt) wieder am Bahnhof und bin in den nächsten Nachtzug gestiegen…