Immer wieder gibt es die Gedanken, Beobachtungen, Szenen, die bemerkenswert sind, aber nicht so recht in die Beiträge passen. Deswegen hier als lockere, unzusammenhängende, unsortierte Folge:

Hot drinks verdienen die Bezeichnung „heiß“. Gerade von heißen Schokoladen kann man das in Deutschland oft nicht behaupten… Ich kann gut heiß trinken (mag das auch sehr!), muss ich hier aber erst erst meinen halben Obstsalat essen und kann dann vorsichtig den Kaffee probieren. (Liegt u.a. daran, dass die milk im coffee wie beim Chai mitgekocht wird – das ist zumindest meine Vermutung). Auch beim Chai nicht ohne, wenn man ihn auf der Straße kauft. Damit in der Hand weitergehen geht nicht, der darf einem nicht heiß über die Finger schwappen! Au!

Über die Qualität des Kaffees sprechen hingegen nicht. Ich will ja vermehrt positives Erzählen :).

Nach Nepal hatte ich jede Menge Zeug im Rucksack, das ich fürs „warme“ Indien nicht mehr brauche – wollte also ein Paket nach Deutschland schicken. In verschiedenen Reiseblogs hatte ich Storys darüber gelesen, wie ein Paket verpackt sein muss (nämlich in Leinen eingenäht!), dass verschiedene Formulare notwendig sind, etc. Klang furchtbar. Und dann sagte Manu (Hotelbesitzer in Jodhpur), dass er da einen Freund hätte, der das alles für mich regeln könnte. Es würde in Deutschland mit dpd ankommen… Es war verlockend und es war teuer. Aber: ich habe dem Typen in meinem Hotelzimmer einfach meine Aldi-Plastiktüte mit dem Geraffel und meine Wanderschuhe in die Hände gedrückt. Hab kurz überlegt, ob ich traurig sein soll, dass das Verpack-Abenteuer verloren geht. Nein.
Später ist mir eingefallen, dass ich keine Liste, kein Foto, nichts von den enthaltenen Sachen habe… Ich sehe Jorge vor meinem inneren Auge verzweifeln :). Das Paket ist in Stuttgart angekommen. Ob alles drinnen ist weiß ich (noch?) nicht. Ich bin glücklich, denn jetzt muss ich den Rucksack nicht mehr packen, sondern kann alles reinschmeißen und er geht trotzdem zu. Yeah!

Ich möchte gerne (mehr) solche Menschen treffen wie Chetna Gala Sinha, die in diesem wunderbar charmanten TED-Talk über die Errungenschaftern indischer Landfrauen spricht.

Ich werde ab und zu mit Sir angesprochen. Beleidigt sein ist nicht angebracht und es hat nichts mit meinen Haaren zu tun :). Es ist wohl eher ein Problem von ungeübten Englischsprechern – habe auch gehört, dass in Hindi einige die weiblichen Formen ignorieren (ist ja viel einfacher), warum dann auf Englisch?!

Ghandi: „Happiness is when what you think, what you say, and what you do are in harmony