Ich weiß nicht, wer sich das mit dem pink ausgedacht hat. Rostrot war das eher…

Die Globalisierung und Indiens Rolle als Call Center- und Softwareentwickler-Supplier für den Westen haben dazu geführt, dass in Indien um Weihnachten und zwischen den Jahren quasi alle frei haben. Wenn die Zentrale zu ist, hat auch der Rest nichts zu tun. Zudem sind Schulferien. Das bedeudet: JEDE MENGE INDER SIND UNTERWEGS. Und was ist perfekt für ein paar Tage Urlaub? RAJASTHAN und natürlich seine Hauptstadt Jaipur. Bei winterigen Tagestemperaturen zwischen 20 und 25 Grad und, naja, kalten Nächten zwischen 5-10 Grad (keine Heizung…) lässt es sich besser aushalten als im Sommer, wenn das Thermometer knapp 50 Grad zeigt.

Also habe ich mich zusammen mit den Massen durch Amber Fort geschoben. Und den City Palace. Und Hawa Mahal. Und um das Nahagarh Fort herum. Die Altstadtstraßen sind mit Sicherheit immer voll, das war nicht überraschend. Bei den genannten Sehenswürdigkeiten war der Besucherfluss aber nicht wirklich geleitet, wenn man ein paar Mal anders abgebogen ist als der Rest konnte man auf einmal auch in leeren Innenhöfen stehen.

Ah, und sie bauen – die Karlsuher wissen, was das bedeutet 🙂 – gerade eine U-Bahn in die Stadt. Wenn der zentrale Verkehrsknotenpunkt aufgrund der Baustelle nochmals enger wird… Man kann es sich das Chaos (Gedränge, Hupen, Abgase) ausmalen. Ich bemerke, dass ich verkehrsindianisiert bin. Ein paar Mal habe ich mich schon dabei also, die Lücke hättest du zum Abbiegen schon nehmen können, lieber Tuktuk-Fahrer-Gedanken ertappt.

Nichtsdestotrotz mochte ich Jaipur. Und war ganz glücklich, dass ein paar richtig kalte Nächte die letzten Moskitos erledigt haben. Denn Jaipur hatte in den letzten Monaten noch mal über 100 ZIKA-Fälle…