Einer meiner wenigen Vorstellungen für die Reise war, in Rajasthan in einem von diesen zu Luxushotels umgebauten Raj-Palästen zu übernachten. In meiner Vorstellung standen die aber immer eher irgendwo einsam in karger Landschaft, mit einem schön begrünten Garten, viel Marmor und Verzierungen, Pool und jemand, der hinter meiner Liege steht und palmwedelt. Die Realität ist, dass die meist in der Stadt sind, es gar nicht warm genug für Pool und Palmwedeln ist und die Zimmerpreise auch mal 500 Euro betragen (in Indien!!). Habe das Projekt aus den Augen verloren.

Als ich mich entschieden habe in den Ranthambhore Nationalpark zu fahren, habe ich mir dann aber ein schickes Retreat mit Infintiy Pool (mehr als ein Zeh ging nicht) im Nichts gegönnt. So im Nichts war es dann doch nicht, nebenan war ein Sportplatz und die örtliche Schule hatte Sporttag…

In den Nationalpark fährt man, um Tiger zu sehen. Dazu wird man entweder frühmorgens oder nachmittags in einem Jeep abgeholt und fährt dann durch den Park. Eine Safari hab ich mitgemacht, das hat sich aber von Anfang an nicht nach Tiger und Sichtungserfolg angefühlt. War mir auch egal, ich wollte wieder in meinen Liegestuhl in die Sonne. Gelernt habe ich jedoch, dass Schweine wie die Straßenhunde überall einfach mitleben, sich lustig vermehren, niemandem gehören und nur von einer Kaste als essbar angesehen werden. Habe das nur von einer Person gehört, aber nach einer Fahrt durch den Ort bin ich geneigt, es zu glauben.

Für Fateh´s Retreat spreche ich eine Empfehlung aus, denn drei Dinge waren ganz fantastisch:

  • Eineinhalb Tage und eine Nacht ohne Gehupe,
  • das Essen und
  • die Heizung, die sie mir abends ins Zimmer gesetellt haben.